Direkt zum Inhaltsbereich

Koalition ohne Konsens über Spätabtreibungen

Veröffentlicht:

BERLIN (dpa). Union und SPD haben sich auch beim dritten Anlauf nicht über eine erweiterte Beratungspflicht bei Spätabtreibungen verständigen können. Dies bestätigten die Koalitionsfraktionen gestern auf Anfrage.

Die Union will im September einen Gruppenantrag einbringen, dem sich Abgeordnete aus anderen Fraktionen anschließen können. Der Arzt soll danach verpflichtet sein, die betroffene Schwangere auch über das Leben mit einem körperlich oder geistig behinderten Kind zu informieren und sie über mögliche Unterstützungen aufklären.

Auch soll zwischen Gespräch und Eingriff eine Bedenkzeit von mindestens drei Tagen liegen. Die Initiatoren um den Unions-Familienpolitiker Johannes Singhammer (CSU) berufen sich auch auf Unterstützung aus der Ärzteschaft.

Die SPD sprach von "Symbolpolitik im bayerischen Landtagswahlkampf". Sie will die Beratung aller Schwangeren verbessern. Der Referentenentwurf für das Gendiagnostikgesetz sehe daher "die Beratungspflicht des Arztes vor und nach pränatalen Untersuchungen" vor.

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Schritt als Signal an die Mitglieder

Kammerbeiträge in Thüringen sinken moderat

Kommentare
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Empfehlungen für die Therapie

So holen Sie Ihre Patienten aus der Post-Stroke-Depression

Leserumfrage

Umfrage zur E-Patientenakte: Alltag statt Aufbruch

Lesetipps
Viele Gespräche, sich viel Zeit nehmen – das setzt eine Suizidassistenz voraus.

© Lumos sp / stock.adobe.com

Begleitetes Sterben

Suizidassistenz gewinnt Bedeutung in deutschen Hausarztpraxen