Kollegenstreit sorgt für Entlassung eines Kinderchirurgen

HANNOVER (cben). Dr. Ulrich Hofmann, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie und seit 1987 Kinderchirurg am Hannoveraner Kinderkrankenhaus auf der Bult, ist von der Krankenhausleitung fristlos entlassen worden.

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Hintergrund ist offenbar ein persönlicher Streit mit einem Oberarzt. Hofmann klagt vor dem Arbeitsgericht, aber der Gütetermin ist gescheitert. Nach Darstellung des Krankenhauses habe Hofmann am 9. Juni einen gerade operierenden Kollegen im OP beschimpft und ihm derart heftig auf den Rücken geschlagen, dass er wegen der Wucht des Schlages die Nadelzange fallen ließ, mit der er gerade die Wunde einer Blinddarm-Patientin verschließen wollte.

Ferdinand Brüggehagen, Anwalt des Krankenhauses, sprach von einem "beispiellos verantwortungslosen Verhalten und Patientengefährdung." Hofmann hat seit seiner Entlassung Hausverbot.

Hofmann indessen erklärte bei einer Anhörung vor Gericht, dass der Kollege gerade nicht operiert habe. Der entlassene Chirurg hält den Vorwurf des Krankenhauses für überzogen. "Die Krankenhausleitung will sich nicht zu dem Thema äußern", sagte eine Sprecherin auf Anfrage der "Ärzte Zeitung".

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