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Saarland

Kongress bringt Patienten-Gewerkschaft ins Spiel

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SAARBRÜCKEN. Zum Auftakt des ersten Gesundheitswirtschaftskongresses in Saarbrücken ist die Forderung nach einer Patienten-Gewerkschaft laut geworden.

"Das würde unser Gesundheitswesen sicher verändern und würde auch ein neues Verständnis für die Ausgaben im Gesundheitswesen zustande bringen", sagte der Mit-Initiator des Kongresses und Vorsitzendes des Sozialverbandes VdK im Saarland, Armin Lang am Mittwoch in Saarbrücken.

Die Patienten beklagten sich in der Regel nicht über steigende Krankenkassenbeiträge, sondern höchstens über eine ungerechte Verteilung der Lasten - wenn zum Beispiel allein die Arbeitnehmer Beiträge zahlen müssten.

"Das würde sich aber schlagartig ändern, wenn die Patienten entsprechend organisiert wären", sagte Lang.

Die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) sagte in ihrer Eröffnungsrede, dass die Bedeutung der Gesundheitswirtschaft für das Saarland in Zukunft noch wachsen wird. Als Beispiel nannte sie den Medizin-Gesundheitstourismus.

"Diesen Bereich wollen wir künftig noch stärker beachten", sagte die Ministerin. Ein Gutachten habe dem Saarland hier noch erhebliches Potenzial bescheinigt. "Dieses Potenzial", so Rehlinger, "wollen wir heben".

Zu dem zweitägigen Gesundheitswirtschaftskongress sind etwa 500 Teilnehmer nach Saarbrücken gekommen. Dabei geht es um Fragen wie "Brauchen Patienten mehr Macht?" sowie Diskussionsforen zur "Gesundheitsversorgung in der Region".

Allein im Saarland sind nach Schätzungen rund 60.000 Menschen in der Gesundheitswirtschaft beschäftigt. Sie arbeiten in mehr als 4000 ärztlichen und therapeutischen Praxen, in Krankenhäusern, Forschungseinrichtungen sowie Betrieben der Medizintechnik und Pharmaindustrie. (kin)

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