Thüringen

Land fördert Niederlassung finanziell

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ERFURT. Mit günstigen Krediten will das Thüringer Sozialministerium die Niederlassung von Ärzten im Freistaat erleichtern.

In diesem Jahr sind 300.000 Euro und im kommenden 600.000 Euro im Landeshaushalt eingeplant, um Haus- und Fachärzten bei der Finanzierung der eigenen Praxis zu helfen, sagte ein Sprecher des Ministeriums.

Sowohl die Gründung einer eigenen Praxis also auch die Übernahme einer bestehenden soll gefördert werden. Das Geld wird über die landeseigene Thüringer Aufbaubank (TAB) ausgereicht.

Damit soll das erfolglose Förderprogramm "Thüringen Dynamik" abgelöst werden, über das Ärzte seit knapp zwei Jahren Förderkredite beantragen können.

Allerdings ist die Nachfrage verhalten. Nur ein Arzt habe bislang einen Antrag gestellt, erklärte ein Sprecher der TAB. Und dieser Interessent musste auch noch abgelehnt werden, weil er den Förderkriterien nicht entsprach.

Das Darlehen sei nur für die Anschaffung neuer Wirtschaftsgüter gedacht, nicht aber im Fall einer Praxisübernahme.

"Leider eine absolute Fehlkonstruktion", sagte Sven Auerswald, Hauptgeschäftsführer der KV Thüringen. Er begrüßte die Auflage eines neuen Förderprogramms, das auch die Übernahme von Praxen unterstützt. (rbü)

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