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Lymphdrainagen im Budget - das sorgt für Ärger

BREMEN (cben). Kein Geld für Lymphdrainagen? Der Verband der Frauenärzte in Bremen protestiert gegen eine Sonderregelung an der Weser: Die Kosten von Lymphdrainagen werden im Land Bremen - anders als im übrigen Bundesgebiet - nicht aus dem Heilmittelbudget der Frauenärzte herausgerechnet.

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Die Behandlung von Frauen in Bremen, die eine Brustkrebs- oder Unterleibskrebs-Operation durchgemacht haben, könnte daher bald schlechter werden als für Patientinnen in anderen Bundesländern, erklärt Dr. Andreas Umlandt, Vorsitzender des Bremer Gynäkologenverbandes. Pro Jahr seien 120 Frauen betroffen, insgesamt rund 1000 Bremerinnen, hieß es.

Andernorts würden solche Drainagen komplett bezahlt. "Aus gutem Grund, denn ohne diese Behandlung droht den Frauen unter Umständen lebenslange Behinderung und Stigmatisierung", teilt der Verband mit. "Im Interesse unserer Patientinnen sagen wir: Lymphdrainage ist keine Wellness-Behandlung, sondern sie ist medizinisch notwendig. Die Lebensqualität der betroffenen Frauen hängt davon ab", sagte Umlandt.

Derzeit seien fünf Bremer Praxen wegen der Verschreibung von Lymphdrainagen akut von Regressen bedroht. Eine Praxis müsse bereits 16 000 Euro auf den Tisch legen, hieß es. Umlandt fordert die Kassen auf, jede Lymphdrainage extrabudgetär zu zahlen. Die AOK Bremen/Bremerhaven widerspricht der Darstellung des Gynäkologenverbandes. Die Versorgung mit Lymphdrainagen sei nicht gefährdet, sagte Jörn Hons, Sprecher der AOK an der Weser.

Zwar treffe es zu, dass im Land Bremen die Drainagen nicht extrabudgetär verrechnet werden, aber diese Regelung werfe keine Probleme auf. "Bis auf eine Regressforderung in höherer Summe sind nur Regresse in geringer Anzahl und geringer Höhe ausgesprochen worden", sagte Hons. Die Versorgung der Patientinnen mit Lymphdrainage sei sichergestellt.

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