MDS: Schulnoten für Heime bei Bedarf nachbessern

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DÜSSELDORF (iss). Die Unsicherheiten im Umgang mit den neuen Bewertungen für Pflegeheime sollten nach Ansicht von Dr. Volker Hansen, Vorsitzender des Verwaltungsrates des GKV-Spitzenverbandes sowie des Medizinischen Dienstes der Sozialversicherung, nicht überbewertet werden.

"Die Pflegenoten sind ein Konsens vieler Beteiligter, vielleicht auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner", sagte Hansen anlässlich des 20-jährigen Bestehens des MDK Nordrhein. Mehr sei nicht möglich gewesen, da das neue System so schnell wie möglich an den Start gehen sollte, um Transparenz zu schaffen. "Jetzt können wir nach und nach sehen, wo die Schwachstellen sind, und nachbessern."

Wenn Korrekturbedarf deutlich werde, würden die entsprechenden Schritte eingeleitet, bestätigte Dr. Friedrich Schwegler, Leiter des Fachbereichs Pflegeversicherung beim MDK Nordrhein. Zentrale Bedeutung komme dabei vier problematischen Bereichen der Altenpflege zu: dem Wundliegen, der ausreichenden Aufnahme von Nahrung und Flüssigkeit, der Versorgung von Patienten mit Inkontinenz und der gerontopsychiatrischen Versorgung. "Wir müssen das Augenmerk darauf legen, ob diese Bereiche ausreichend abgebildet werden", sagte Schwegler.

Bei dem geplanten Internet-Auftritt könne jeder Nutzer nachlesen, wie ein Heim bei einzelnen Punkten abschneidet. "Man kann sich gezielt die Problembereiche ansehen." Der MDK Nordrhein hat bislang 300 Heime auf deren Qualität hin bewertet. Bundesweit wurden inzwischen 1000 Heime benotet (wir berichteten).

Den Vorwurf, die Bewertungen spiegelten die Pflegequalität nicht wider, hält Schwegler für unbegründet. "Schlechte Leistungen bilden sich in der Note ab", sagte er. Bei den bisherigen Prüfungen in Nordrhein schnitten zehn Prozent der Heime mit "ausreichend" ab, zwei bis drei Prozent sogar mit "mangelhaft".

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