Ärztekammer Hamburg

Marburger Bund büßt bei Wahl sechs Sitze ein

Die beiden bisher größten Listen verzeichnen Verluste. 24 der 55 Sitze gehen an Ärztinnen.

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HAMBURG. Der Marburger Bund (MB) bleibt die mit Abstand stärkste Fraktion in der neuen Kammerversammlung der Ärztekammer Hamburg – muss aber künftig mit sechs Sitzen weniger auskommen. Statt 23 Delegierte wird der MB künftig nur noch 17 der 55 Delegierten stellen.

Dies zeigt das vorläufige Ergebnis der Wahl, an der sich rund 41 Prozent der fast 17.000 stimmberechtigten Hamburger Ärzte beteiligt haben (letzte Kammerwahl: 40 Prozent). Auch die zweitstärkste Fraktion, die von niedergelassenen Fachärzten dominierte Hamburger Allianz, verlor Sitze. Statt wie bislang zehn stellt sie in den kommenden vier Jahren nur noch acht Delegierte.

Die Hamburger Hausärzte verzeichneten ein leichtes Plus (sechs statt bislang fünf Plätze). Gleich vier Sitze konnte die erstmals angetretene Liste „Junge Ärzte“ erringen. Zuwächse verzeichneten auch die Listen „Hamburger Gesundheitsfraktion – die Ärzteopposition“ (von drei auf vier), „Hamburger Pädiater“ (von drei auf vier), die Freie Ärzteschaft (von drei auf vier) und der Hartmannbund (von ein auf zwei Sitze). Wie zuvor kommen die Psychotherapeuten wieder auf vier Sitze und das „Netzwerk“ auf zwei Sitze.

Der Frauenanteil in der neuen Kammerversammlung wird sich erhöhen: Statt wie bisher 18 sind in den kommenden vier Jahren 24 Frauen vertreten. Mit Spannung wird nun erwartet, wie sich die Sitzverschiebungen auf die Wahl des neuen Vorstands auswirken.

Fest steht: Kammerpräsident Professor Frank Ulrich Montgomery (MB) und Vizepräsident Klaus Schäfer („Hausarzt in Hamburg“) gehören der neuen Kammerversammlung beide nicht mehr an und werden beide auch nicht mehr für einen Sitz im Vorstand kandidieren. Montgomery hatte sich nur auf Platz 39 des MB listen lassen. Präsident, Vizepräsident und Vorstand werden auf der konstituierenden Sitzung der Kammerversammlung am 10. Dezember gewählt. (di)

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