Ärztenachwuchs in Bayern

Mehr Durchblick bei der Weiterbildung

Neue Koordinierungsstelle für Fachärzte in Bayern nimmt Januar 2020 Betrieb auf. Vorbild waren die Allgemeinärzte.

Von Birgit Fenzel Veröffentlicht: 21.12.2019, 15:25 Uhr

München. Zu Beginn des nächsten Jahres wird für junge Ärzte die fachmedizinische Weiterbildung in Bayern einfacher. Nach dem Modell der Koordinierungsstelle in der Allgemeinmedizin (KoStA) haben die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) und die Bayerische Landesärztekammer (BLÄK) gemeinsam eine neue Koordinierungsstelle für Fachärzte (KoStF) eingerichtet. Ab dem ersten Januar bietet sie die verschiedenen Abschnitte der fachmedizinischen Weiterbildung aus einer Hand an.

Bislang mussten angehende Fachärzte ihre erforderlichen Weiterbildungsabschnitte in Kliniken und Praxen in Eigenregie organisieren. Durch den Zusammenschluss von Kliniken und niedergelassenen Fachärzten sowie anderen zur Weiterbildung befugten Fachärzten zu regionalen Weiterbildungsverbünden können sie nun ihre komplette Weiterbildung in einer Region mit garantierter Rotation durch alle erforderlichen und gewünschten Abschnitte absolvieren.

Kooperationen mit Unis geplant

Darüber hinaus soll die neue Koordinierungsstelle Weiterbilder und Ärzte in Weiterbildung bei der Beantragung von Weiterbildungsbefugnissen beraten und unterstützen. Geplant sind auch Kooperationen mit Lehrstühlen und Lehrbereichen für Fachmedizin an bayerischen Universitäten und die Einbindung weiterer Institutionen zur Fortentwicklung der Weiterbildung.

„Mit der neuen Koordinierungsstelle wollen wir das, was mit der Koordinierungsstelle in der Allgemeinmedizin (KoStA) schon seit längerem gut läuft, auch auf den fachärztlichen Bereich übertragen“, so der Vorstand der KVB. Dabei gehe es insbesondere darum, den Nachwuchs zu unterstützen und für Tätigkeiten in allen Bereichen der Praxen zu gewinnen. Die vertraglichen Grundlagen seien in einigen wichtigen Bereichen bereits geschaffen. So stehe die KoStA bereits im Austausch mit Kinder- und Jugendmedizinern und habe beratend und unterstützend die Gründung des ersten kinderärztlichen Weiterbildungsverbundes des PaedNetz Mittelfranken begleiten können. (bfe)

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