Wegen Krebs-Erkrankung

Ministerpräsident Sellering tritt zurück

Mecklenburg-Vorpommerns Regierungschef gibt alle politischen Ämter auf. Der Grund: Lymphdrüsenkrebs. Sellering hat bereits eine Nachfolgerin vorgeschlagen.

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Tritt aus gesundheitlichen Gründen zurück: Erwin Sellering, Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern.

Tritt aus gesundheitlichen Gründen zurück: Erwin Sellering, Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern.

© Jens Büttner/ dpa

SCHWERIN. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) tritt aus gesundheitlichen Gründen von all seinen Ämtern zurück. Das teilten der SPD-Landesverband und die Schweriner Staatskanzlei am Dienstag in Schwerin mit. Er habe Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig als Nachfolgerin vorgeschlagen - als Regierungschefin ebenso wie als SPD-Landesparteichefin.

Sellering nannte in einer Mitteilung eine völlig überraschend festgestellte Lymphdrüsen-Krebserkrankung als Grund für seinen konsequenten Rückzug aus der Politik. Diese Diagnose erfordere umgehend eine massive Therapie. "Ich werde deshalb nicht mehr in der Lage sein, das Amt des Ministerpräsidenten so auszufüllen, wie das objektiv notwendig ist und meinem Anspruch an mich selbst entspricht", erklärte Sellering.

Er war nach der Landtagswahl im vorigen September für eine dritte Amtszeit an die Spitze der SPD/CDU-Koalition gewählt worden. Erst Mitte Mai wurde der 67-Jährige auf einem Parteitag in Rostock als Landesvorsitzender bestätigt.

"Nach fast neun Jahren als Ministerpräsident scheide ich mit großer Dankbarkeit aus diesem Amt, das es mir ermöglicht hat, einen Beitrag für eine gute Zukunft unseres Landes zu leisten", betonte er. Persönlich sei es ihm immer sehr wichtig gewesen, für mehr Respekt vor ostdeutschen Lebensleistungen einzutreten. "Ich bedanke mich sehr herzlich bei allen im Land, die mit großem Einsatz so positiv daran mitgewirkt haben, dass sich unser schönes Mecklenburg-Vorpommern so gut entwickelt hat", sagte Sellering. (dpa)

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Kommentare
Veröffentlichte Meinungsäußerungen entsprechen nicht zwangsläufig der Meinung und Haltung der Ärzte Zeitung.
Rudolf Hofbauer

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident!

Als ehemals Betroffener möchte ich Ihnen auf diesem Wege ganz viel Kraft beim Kampf gegen diese heimtückische Krankheit sowie eine baldige, vollständige Genesung wünschen! - (ich erkrankte vor nunmehr 13 Jahren an einem "Follikulären NHL,Grad 3a,bedingt durch die Infiltration der BWK 3-5 Stadium IV.- Durch eine neurochirurgische Not-OP,8 Zyklen "R-CHOP" sowie 75 Einheiten Physiotherapie war eine vollständige Heilung möglich!). - Mit vielen herzlichen Grüßen aus Österreich: R.Hofbauer,Dipl.med.techn.Fachkraft i.R.


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