Bundesgesundheitsministerium

Modellvorhaben Genomsequenzierung wird weiter vom BMG gefördert

Die Förderung des Modellvorhabens, mit dem die Integration der Genommedizin in die klinische Praxis getestet wird, ist Ende 2024 ausgelaufen. Jetzt schreibt das BMG seine Unterstützung bis Ende 2025 fort.

Veröffentlicht:

Berlin. Das Pilotprojekt genomDE wird vom Bundesgesundheitsministerium (BMG) bis Ende 2025 weiter gefördert. Das Modellvorhaben testet in einem Zeitraum von fünf Jahren die Integration der Genommedizin in die klinische Praxis. Die Förderung war eigentlich Ende vergangenen Jahres ausgelaufen.

Das vom Verband der Universitätsklinika Deutschlands (VUD) sowie dem GKV-Spitzenverband vereinbarte Modellvorhaben nach Paragraf 64e SGB V („Modellvorhaben zur umfassenden Diagnostik und Therapiefindung mittels einer Genomsequenzierung bei seltenen und bei onkologischen Erkrankungen“) soll jährlich bis zu 15.000 GKV-Patienten mit diesen Erkrankungen den Zugang zu einer Genomsequenzierung ermöglichen. Diese Leistung wird aktuell an 27 Universitätskliniken und weiteren Einrichtungen angeboten. Die GKV stellt über fünf Jahre bis zu 700 Millionen Euro für das Vorhaben zur Verfügung.

Großen Datenbestand an genomischen und klinischen Daten

Die im Zuge von genomDE erhobenen medizinischen und genomischen Daten der Patienten werden pseudonymisiert, um sie der Forschung zur Verfügung zu stellen und sie in der direkten Versorgung von erkrankten Personen zu nutzen. Die benötigte Dateninfrastruktur werde aktuell durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aufgebaut, heißt es in einer Mitteilung von Dienstag. Erstmalig in Deutschland, so die Hoffnung, könnten dann auf Basis des großen Datenbestandes von genomischen und klinischen Daten neue und personalisierte Therapien entwickelt werden.

Behandelnde Ärzte könnten in diesem Datenbestand nach ähnlichen Erkrankungsmerkmalen suchen und so die Diagnostik unterstützen. Zwar würden genetische Tests bereits in bestimmten Fällen vorgenommen, aber die umfassende Nutzung der Ganzgenomsequenzierung als standardisiertes Verfahren werde mit dem Modellvorhaben erstmals getestet, heißt es. (eb)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: AIO-KRK-0424/ass-Registerstudie: Leitlinienadhärenz

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [5]

BRAFV600E-mutiertes mCRC nach systemischer Vortherapie

Registerstudie weist auf Defizite in der Umsetzung der Leitlinienempfehlungen hin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pierre Fabre Pharma GmbH, Freiburg
Acalabrutinib: TTNT-Update der AMPLIFY-Studie und RWE-Daten

© jarun011 / stock.adobe.com

Chronische lymphatische Leukämie

Acalabrutinib: TTNT-Update der AMPLIFY-Studie und RWE-Daten

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
PARPi plus ARPi: Nur bei BRCA-Mutation oder auch für Patienten ohne Mutation?

© samunella / stock.adobe.com

Metastasiertes kastrationsresistentes Prostatakarzinom

PARPi plus ARPi: Nur bei BRCA-Mutation oder auch für Patienten ohne Mutation?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pfizer Pharma GmbH, Berlin
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Asthma, COPD und Co.

Acht Fehler bei der Inhalationstherapie – und wie es richtig geht

Lesetipps
Diabetischer Fuß mit Ulkus

© Brauer / stock.adobe.com

Innovative Therapieansätze

Mit Fischhaut gegen den diabetischen Fuß

Eine Blutprobe zur Bestimmung von vier kardiovakulären Schlüsselmarkern.

© Henrik Dolle / stock.adobe.com

Verdacht auf Myokardinfarkt

Wenn erhöhte Troponine täuschen und es kein Herzinfarkt ist