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Mönchengladbach sucht 1000 mutige Männer

Am Mittwoch fällt in Mönchengladbach der Startschuss zu einer breit angelegten Kampagne zur Darmkrebs-Früherkennung.

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KÖLN (iss). Unter dem Motto "1000 mutige Männer für Mönchengladbach" wollen die Krebsgesellschaft Nordrhein-Westfalen und die Barmer GEK Männer zur Koloskopie motivieren. Nach wie vor herrsche große Unsicherheit über den Ablauf von Darmkrebsvorsorgeuntersuchungen, sagt die Vorstandsvorsitzende der Barmer GEK Birgit Fischer. "Deshalb wollen wir das Thema aus der Tabuzone holen und zum Stadtgespräch machen."

Die Kampagne zielt darauf, die Männer über ihr soziales Umfeld zu erreichen. Deshalb werden Vereine und die Feuerwehr ebenso einbezogen wie der Fußballclub Borussia Mönchengladbach, Unternehmen, die Ehefrauen und die niedergelassenen Ärzte.

"Umfragen, die wir im Vorfeld der Aktion durchgeführt haben, zeigten sehr deutlich, auf welche Art der Ansprache Männer reagieren und welche Personen im Umfeld dabei eine entscheidende Rolle spielen", erläutert Professor Hans-Joachim Meyer von der Krebsgesellschaft Nordrhein-Westfalen.

Für die Aktion steht Informationsmaterial zu Darmkrebs und den Früherkennungsmöglichkeiten zur Verfügung. Bei der Kampagne gehe es um Aufklärung, nicht um Panikmache, sagt Fischer. Das Prinzip sei "Motivation statt Angst".

Die medizinische Beratung im Vorfeld der Koloskopie übernehmen die Hausärzte in Mönchengladbach. Die niedergelassenen Gastroenterologen stellen sicher, dass jeder mutige Mann einen Termin für die Darmspiegelung bekommt.

"Wir wollen sehen, ob man die Männer auf diesem Weg erreichen kann", sagt Dr. Arno Theilmeier, Fachgruppenkoordinator Kolorektales Karzinom im Berufsverband niedergelassener Gastroenterologen Deutschlands.

Die Kampagne ist auf ein halbes Jahr angelegt. Danach soll die wissenschaftliche Evaluation klären, ob es tatsächlich gelungen ist, die Inanspruchnahme der Vorsorge-Koloskopie zu erhöhen. Ist dies der Fall, soll das Konzept breiter ausgerollt werden.

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