Kommentar zur GSK-Prävention

Mutiger Schritt

Matthias WallenfelsVon Matthias Wallenfels Veröffentlicht:

Die Idee ist simpel, aber aus Kostengründen nicht unbedingt naheliegend. Als nach eigenen Angaben erster Weltkonzern gewährt GlaxoSmithKline (GSK) allen seinen Mitarbeitern und deren Familien Zugang zu bis zu 40 Vorsorgeuntersuchungen – kostenfrei. Das ist ein beachtlicher Schritt in puncto Betrieblichem Gesundheitsmanagement (BGM).

In Deutschland sollen die Berechtigten zwölf Präventions- und Vorsorgeangebote in Anspruch nehmen können, die von den meisten Kassen nicht bezahlt werden – das kann GSK helfen, auch bei der Mitarbeitersuche zu punkten.

Die Erfahrung wird zeigen, ob der Nutzen – die Gesunderhaltung der Mitarbeiter und damit die konstante Verfügbarkeit der Arbeitskraft – die Kosten im Verhältnis rechtfertigt. Das hängt vor allem von der Motivation der Mitarbeiter ab, das Angebot anzunehmen.

Im positiven Fall werden sicher weitere Konzerne auf den Zug aufspringen. Ob dieser Anstieg bei den Leistungen zu Lasten der niedergelassenen Ärzte gehen wird, darüber lässt sich zunächst nur spekulieren.

Lesen Sie dazu auch: Vorsorge global und kostenlos - GSK startet Programm

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