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NRW: Orthopäden sind gegen eigenständige Physiotherapeuten

KÖLN (iss). Orthopäden in Nordrhein-Westfalen warnen vor einem Modellversuch der Krankenkasse BIG Gesundheit, in dem eine größere Autonomie von Physiotherapeuten getestet wird. Das Ärztenetzwerk orthonet-NRW rät den Orthopäden von der Unterstützung des Projekts ab.

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In Westfalen-Lippe und Berlin sollen Physiotherapeuten die Möglichkeit erhalten, bei Versicherten der BIG Art, Dauer und Frequenz der Behandlung selbst festzulegen - auch abweichend von der Verordnung des Arztes. Es wird evaluiert, ob sich dadurch die Versorgung verbessert und die Kosten sinken.

"Seit wann sind Physiotherapeuten in der Lage, Krankheitsbilder abschließend und schlüssig zu diagnostizieren?" fragt orthonet-Vorstand Dr. Wolfgang Mertens. Dazu fehle ihnen das medizinische Wissen.

Auch aus wirtschaftlicher Sicht lehnt er das Projekt ab. "Wir können nicht erkennen, wo Einsparpotenziale entstehen, wenn der ausführende Physiotherapeut sein eigener Verordner ist."

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Kommentare
Dr. Walther J. Kirschner 07.06.201109:03 Uhr

Physiotherapeuten als Quasi-Ärzte?

Die Frage ist rhetorisch, die Antwort klar: natürlich nicht!

Sie haben nicht Medizin studiert, sie haben kein ärztliches Examen absolviert, sie sind keine approbierten Ärzte, lt. Gesetz dürfen sie keine Diagnose stellen, keine Therapie festlegen.

Alle anderen Begehrlichkeiten sind nicht statthaft, welche ''Lobbyisten'' auch dahinter stehen, Berufsverbände der Physiotherapeuten, Politiker, Administratoren/sog. ''Kostenträger'', sog. ''Patientenvertreter'' o.ä.

Hat irgend ein ärztlicher Kollege Zweifel od. andere Vorstellungen? Dann konkret begründen, damit Klärung in der Sache erfolgen kann - ideologische Meinungen nicht relevant!

Ärzte und berufsständische Vertretungen sollten mit dem Thema offensiv umgehen.

N .N. , FA f. Orthopädie

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