Oktober

Nachholbedarf bei Arzneimitteln

Dem Absatzeinbruch bei Arzneimitteln im September folgt im Oktober ein kräftiger Nachholeffekt. Die Ausgaben der GKV steigen um fast neun Prozent.

Veröffentlicht:

FRANKFURT. Arzneimittelverbrauch und -ausgaben unterliegen im Verlauf dieses Jahres teils heftigen Schwankungen.

Waren die gesamten Arzneimittelausgaben einschließlich Impfstoffen im September mit 7,7 Prozent noch rückläufig, so stiegen sie im Oktober um 8,7 Prozent auf 2,77 Milliarden Euro im Vergleich zum Oktober 2011 an.

Dies sind Werte zu Apothekenverkaufspreisen unter Berücksichtigung der erhöhten gesetzlichen Rabatte von Herstellern, Großhandel und Apotheken, teilt das Marktforschungsinstitut IMS Health mit.

Zwei Ursachen machen die Marktforscher für die Schwankungen aus: der Oktober hatte zwei Arbeitstage mehr als der Vorjahresmonat; ferner kam es zu einem Nachholeffekt als Folge von Praxisschließungen bei Ärzten und aufgrund von Apothekenstreiks im September.

Ein Wachstum von sieben Prozent verzeichneten Impfstoffe. Das gilt auch für Grippeimpfstoffe, bei denen im Oktober Lieferprobleme thematisiert wurden.

Die kumulierte Entwicklung der Arzneiausgaben für die GKV über die ersten zehn Monate liegt mit einem Plus von zwei Prozent noch unter der Zielvereinbarung von 2,7 Prozent.

Gesamtausgaben für Arzneien bislang bei 25,2 Milliarden Euro

Damit dürfte der vereinbarte Verordnungsrahmen auch im Gesamtjahr eingehalten werden können. Insgesamt lagen die Arzneiausgaben der GKV in den ersten zehn Monaten einschließlich der Impfstoffe bei 25,2 Milliarden Euro.

Leicht unterdurchschnittlich mit plus 0,7 Prozent entwickelte sich die verkaufte Menge in Packungen (567 Millionen einschließlich Impfstoffe).

Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Zahl abgegebener N3-Packungen um 4,5 Prozent stieg, während N2- und N1-Packungen mit 2,1 und 2,5 Prozent rückläufig waren.

Bis Oktober beläuft sich das Volumen der gesetzlichen Herstellerrabatte zugunsten der Gesetzlichen Krankenversicherung auf 2,1 Milliarden Euro, etwas weniger als 2011. Hinzu kommen 365 Millionen Euro an Rabatten zugunsten der privaten Krankenversicherung (ein Minus 1,7 Prozent). (HL)

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