Neue GOÄ bis zum Sommer
BERLIN (af). Die Bundesärztekammer (BÄK) drückt bei der Reform der Gebührenordnung jetzt doch aufs Tempo. Bis zum Sommer solle ein Entwurf stehen, gab BÄK-Präsident Frank Ulrich Montgomery am Mittwoch einen ambitionierten Zeitplan vor.
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Reformbedürftiges Werk: die GOÄ.
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Die Bundesärztekammer und der Verband der privaten Krankenversicherer (PKV) arbeiteten derzeit "konstruktiv" an einem Modell. Zu den Inhalten sagte Montgomery nichts. Die Gespräche liefen. Man sei auf einem vernünftigen Kurs, hieß es dazu aus PKV-Kreisen.
Positive Signale aus der Opposition beflügeln die Partner. Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Professor Karl Lauterbach, habe zugesichert, dass eine neu entwickelte und leistungsfähige Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) auch die Einheitsgebührenordnung der SPD-Bürgerversicherung sein könnte. "Das hat uns noch einmal so richtig Power und Drive gegeben, jetzt mit der PKV ein Modell zu erarbeiten", sagte Montgomery bei der Neujahrspressekonferenz der BÄK.
Wenn es gelinge, in der ersten Jahreshälfte eine neue GOÄ zu entwickeln, werde sich die Politik dem nicht entziehen können. Sie habe dann eine große Chance, bis an die Schwelle des Bundesrates getragen zu werden. Die Chancen einer neuen GOÄ im Bundesrat müssten aber "nüchtern und sachlich" beurteilt werden, sagte der Ärztepräsident.
Auf offene Ohren bei dem GOÄ-Projekt dürfen die Ärzte bei Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) hoffen. Er verfolge es mit "Interesse und Wohlwollen", sagte er im Interview mit der "Ärzte Zeitung".
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