Niedersachsens Ärzte erweisen sich als Impfmuffel

HANNOVER (cben). In Niedersachsen sind drei Viertel aller Ärzte und Angehörigen anderer Gesundheitsberufe nicht gegen Grippe geimpft. Das teilte das Landesgesundheitsamt Niedersachsen in Hannover mit.

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"Wir liegen mit 23 Prozent im Bundesschnitt", erklärte Matthias Pulz, Leiter des Landesgesundheitsamtes der "Ärzte Zeitung", "und damit haben wir einen viel zu schwachen Impfschutz beim medizinischen Personal." Die Zahlen stammen vom Robert-Koch-Institut (RKI).

Die niedersächsische Behörde versucht gegenwärtig, mit einer Kampagne die Aufmerksamkeit des medizinischen Personals "niederschwellig" auf den fehlenden Impfschutz im Praxis und Krankenhaus zu lenken, sagte Pulz.

Ziel sei es zunächst, rund die Hälfte aller Menschen, die in Niedersachsen in medizinischen Berufen arbeiten, gegen Grippe zu impfen, hieß es. "Gerade Ärzte und Menschen in anderen Gesundheitsberufen sollten sich ihrer Verantwortung bewusst sein", erinnerte Pulz, "sie können ja nicht nur angesteckt werden, sie können auch selbst gesunde Patienten anstecken."

Der Höhepunkt der Grippe-Infektionen sei erst im Januar 2009 zu erwarten. Pulz: "Medizinisches Personal gehört zur den Risikogruppen und muss jetzt handeln und sich impfen lassen."

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