Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar – Klinikqualität

Ohne Mut geht es nicht

Ilse SchlingensiepenVon Ilse Schlingensiepen Veröffentlicht:

Die politische gewollte stärkere Qualitätsorientierung im Krankenhausbereich erfordert von allen Beteiligten Mut. Das Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen braucht neben großer fachlicher Expertise besonderen Mut, um die für die Bewertung der Klinikqualität notwendigen Indikatoren zur Messung der Versorgungsqualität nicht nur zu definieren, sondern sie auch gegen Widerstände zu verteidigen.

Die Gesundheitsministerien als Aufsichtsbehörden müssen den Mut haben, bei nachgewiesener unterdurchschnittlicher Qualität auch die Konsequenzen zu ziehen und die entsprechenden Abteilungen aus dem Krankenhausplan zu nehmen.

Und die Verantwortlichen in den Kliniken müssen sich eingestehen, dass sie sich aus bestimmten Bereichen zurückziehen müssen, wenn sie den qualitativen Anforderungen nicht genügen können. Das erfordert gerade dann Mut, wenn es um ökonomisch lukrative Leistungen geht.

Das Beispiel der personalintensiven Versorgung von Frühgeborenen zeigt, dass viele Kliniken lieber nach dem Motto verfahren: Wenn wir die Qualitätslatte reißen, dann muss man halt die Latte niedriger hängen. Das mag kurzfristig von Erfolg gekrönt sein, ist aber der falsche Weg. Die Patienten hätten mehr Mut verdient.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Kolumne aus Berlin

Die Novelle der GOÄ kommt – echt jetzt?

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Dr. med. Gerhard M. Sontheimer (ANregiomed, Region Ansbach) und Holger Baumann (Kliniken der Stadt Köln, v.l.) haben in der Praxis gute Erfahrungen mit Systempartnerschaften gemacht.

© Philips

Mehr Spielraum für moderne Prozesse in der Klinik

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Philips GmbH Market DACH, Hamburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Sie fragen – Experten antworten

Tollwut-Impfung: Bei wem zahlt die Krankenkasse?

Lesetipps
Harnwegsinfekt bei einem Mann

© anut21ng Stock / stock.adobe.com

Leitlinie der Europäischen Gesellschaft für Urologie

Neue Klassifikation von Harnwegsinfektionen räumt mit Missverständnissen auf

Ein Säugling liegt auf dem Rücken auf einem Bett. Die Hände der Mutter streichen sachte über den Bauch des Kindes.

© Aurora Aesthetics / Generated with AI / Stock.adobe.com

Funktionelle gastrointestinale Störungen

Säuglingskoliken: Wie viel Schreien ist normal?