Berlin

Patienten trotz Stromausfalls gut versorgt

Auch eine Klinik in Köpenick war vom Stromausfall in Berlin betroffen.

Veröffentlicht: 22.02.2019, 17:38 Uhr

BERLIN. Knapp 31 Stunden lang war das DRK Klinikum Berlin Köpenick in der vergangenen Woche von der regulären Stromversorgung abgeschnitten. Zunächst wurde die Versorgung mit einem Notstromaggregat aufrecht erhalten, das nach einigen Stunden jedoch erste kurze Aussetzer hatte.

Daraufhin musste das Technische Hilfswerk (THW) die Stromversorgung in dem Krankenhaus mit 1100 Mitarbeitern in 15 Fachabteilungen mit mobilen Notstromaggregaten unterstützen. Das hatten Klinikleitung Senat und die Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW und Polizei gemeinsam beschlossen.

Am späten Abend wurden zudem 23 Intensivpatienten in andere Kliniken verlegt. „Dabei handelte es sich allerdings um eine reine Vorsichtsmaßnahme, um ihre bestmögliche Versorgung zu garantieren. Zu diesem Zeitpunkt wusste ja niemand, wie lange der Stromausfall noch andauern würde“, so der Ärztliche Leiter der DRK Kliniken Berlin Köpenick Professor Matthias Pross.

Operationen und Notdienst abgesagt; Not-Ops möglich

Von der Notfallversorgung durch den Rettungsdienst war das Krankenhaus für den Zeitraum des Stromausfalls abgemeldet. Planbare Operationen hat die Klinik direkt nach Beginn des Stromausfalls abgesagt. Notoperationen waren jedoch den Angaben zufolge zu jedem Zeitpunkt möglich.

Auch die nicht intensivpflichtigen Patienten konnten laut DRK Klinikenüber den gesamten Zeitraum hinweg versorgt werden. „In Anbetracht der außergewöhnlichen Umstände waren die Auswirkungen auf die Patientenversorgung gering“, so Pross.

Im Nachgang versicherte das Klinikunternehmen, dass das hauseigene Notstromaggregat regelmäßig gewartet wird und bei der letzten Wartung im Januar keine Auffälligkeiten gezeigt hatte. Inzwischen sei die Ursache für den Ausfall geklärt und das Gerät wieder voll funktionstüchtig. Außerdem verfüge das Klinikum im intensivmedizinischen Bereich über Batterien, die Ausfälle des Notstromaggregats abfedern können.

Der Stromausfall in Köpenick war der längste und größte Stromausfall in Berlin seit Jahrzehnten. Einsatzkräfte warnten bei diesem Anlass vor Mängeln im Katastrophenschutz der Hauptstadt. (ami)

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