Arzneimittelpolitik

Pharmaverbände sehen moderates Wachstum

BERLIN (HL). Im ersten Quartal 2008 sind die Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenkassen um fünf Prozent gestiegen. Der Verband Forschender Arzneimittelhersteller (VFA) und Pro Generika bewerteten dies gestern gemeinsam als "moderat".

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Die Entwicklung auf dem Arzneimittelmarkt ist von gegenläufigen Einflüssen gekennzeichnet. Von Januar bis Mai 2008 sind die Preise insgesamt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,9 Prozent gesunken. Dem stehen Mehrverordnungen gegenüber: ein Plus von zehn Prozent bei Medikamenten gegen Alzheimer und von fünf Prozent bei Antidiabetika. Die Verordnung von Impfstoffen hat möglicherweise schon im vierten Quartal 2007 mit 1,9 Millionen ihren Höhepunkt erreicht. Im ersten Quartal dieses Jahres wurden nur noch 1,2 Millionen Verordnungen registriert.

Die Vorsitzenden beider Verbände, Dr. Wolfgang Plischke (VFA) und Wolfgang Späth (Pro Generika), bewerteten die neueren gesundheitspolitischen Entscheidungen zugunsten von mehr Wettbewerb, etwa durch Rabattverträge, als grundsätzlich richtig. Wieviel damit gespart wird, ist derzeit nicht transparent. Die Schätzungen belaufen sich auf einen dreistelligen Millionen-Betrag. Notwendig seien aber faire Rahmenbedingungen, etwa durch die konsequente Anwendung des Wettbewerbsrechts.

Ein neues Sparpotenzial könnte mit der Entwicklung von Biosimilars erschlossen werden. Dies seien jedoch keine klassischen Generika, so Späth, weil für die Entwicklung solcher Medikamente und ihre Produktion hohe Investitionen notwendig sind. Leisten könnten dies nur starke Unternehmen.

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