Berufspolitik

Priorisierung - ein Konzept mit Zukunft?

Veröffentlicht:

Die vom Präsidenten der Bundesärztekammer Professor Jörg-Dietrich Hoppe angestoßene Debatte um eine Priorisierung ist im Umfeld des Deutschen Ärztetags auf ein gewaltiges Medienecho gestoßen und kontrovers diskutiert worden. "Wir Ärzte wollen keine Rationierung, aber wir wollen auch nicht für den staatlich verordneten Mangel in den Praxen und in den Kliniken verantwortlich gemacht werden", sagte Hoppe vergangene Woche bei der Eröffnung des 112. Deutschen Ärztetages in Mainz.

Priorisierung bedeutet aus Sicht von Hoppe: Bei knappen Mitteln wird eine Auswahl unter Therapiemöglichkeiten, aber auch Krankheiten getroffen. Im Rahmen eines vorgegebenen Budgets der Krankenkassen - 6,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts - wird die Behandlung finanziert. Ein interdisziplinärer Gesundheitsrat soll dazu Empfehlungen für die Politik erarbeiten.

Medienresonanz beim Deutschen Ärztetag war groß.

Bei Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, die nicht zum Ärztetag nach Mainz kommen konnte, ist Hoppes Idee auf scharfe Ablehnung gestoßen.

Ist Priorisierung tatsächlich ein Weg aus der Mittelknappheit oder vielleicht doch ein Irrweg? Darüber diskutieren heute beim Hauptstadtkongress der Präsident Professor Jörg-Dietrich Hoppe, Pastor i. R. Udo Schlaudraff, Professor Eckhard Nagel und Staatssekretär Dr. Klaus Theo Schröder.

Priorisierung statt Rationierung - Ein Weg aus der Mittelknappheit? 27. Mai, 16.15  - 18.00 Uhr, Saal 7

Mehr zum Thema
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Impfung gegen Corona: Aufgrund aktueller Studiendaten rät das Kompetenznetz MS (KKNMS) bei allen MS-Patienten unabhängig von ihrer Immuntherapie zu einer COVID-19-Impfung.

© fotoak80 / stock.adobe.com

Aktuelle Studien

Corona-Impfung für Patienten mit Multipler Sklerose sicher

Derzeit haben rund 400 Ärztinnen und Ärzte in Bayern die Zusatzbezeichnung Homöopathie erlangt. Künftig ist dies nicht mehr möglich.

© Mediteraneo / stock.adobe.com

80. Bayerischer Ärztetag

Bayern streicht Homöopathie aus Weiterbildungsordnung

Brustschmerz: Ist es eine Angina pectoris?

© Andrej Michailow / stock.adobe.com

Fallbericht

Angina pectoris: Ist es eine „nicht obstruktive KHK“?