Bremen

Psychotherapeuten lehnen Koordinierungsstelle ab

Eine zentrale Stelle behindere die freie Wahl eines Psychotherapeuten, sagt die Kammer.

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BREMEN. Die Delegierten der Bremer Psychotherapeutenkammer (PKHB) lehnen die Vorschläge der Techniker Krankenkasse (TK) ab, eine Koordinierungsstelle für Patienten einzurichten, die eine ambulante Psychotherapie suchen.

"Den unmittelbaren Zugang zum Psychotherapeuten durch eine Koordinierungsstelle zu behindern, stellt die gesetzlich garantierte freie Wahl des Psychotherapeuten infrage und trägt nicht zur Verkürzung von Wartezeiten bei", so die Versammlung in einer Resolution. Derzeit müssen erwachsene Bremer Patienten im Schnitt 8,8 Wochen auf einen Therapieplatz warten. Die Delegierten forderten, die Wartezeit auf drei Wochen zu verkürzen.

Die TK hatte Ende April in einem Thesenpapier eine solche Koordinierungsstelle vorgeschlagen. Die PKHB warnt vor der darin vorgenommenen "Fehleinschätzung vermeintlich leichter psychiatrischer Erkrankungen".

Karl Heinz Schrömgens, Präsident der Bremer Psychotherapeutenkammer: "Die dort als Beleg genannten ‚Anpassungsstörungen‘ stellen Beschwerdebilder von Patienten dar, die infolge äußerer Belastungen mit sehr beeinträchtigenden seelischen Problemen zu kämpfen haben. " (cben)

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