Neue Arzneien

Rabattvolumen legt deutlich zu

Veröffentlicht: 19.04.2016, 05:35 Uhr

FRANKFURT/MAIN. Im Januar und Februar hat sich in Apotheken der Umsatz mit Arzneimitteln auf 5,2 Milliarden Euro belaufen. Das sind zwei Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Absatz schrumpfte hingegen um 3,2 Prozent auf 272 Millionen Packungen.

Das geht aus Zahlen des Beratungsunternehmens IMS Health hervor. Das stärkste Wachstum verzeichnet das Segment patentgeschützter Medikamente mit plus sechs Prozent.

Für die GKV hat IMS Health für 2016 bisher nur die Höhe der Einsparungen veröffentlicht, die Kassen durch Abschläge von Herstellern und Apotheken erhalten.

Im Januar und Februar beliefen sich die Zwangsrabatte der Pharmaindustrie zugunsten der gesetzlichen Krankenkassen auf 437 Millionen Euro, 21 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Davon gingen 167 Millionen Euro (38 Prozent) auf Erstattungsbeträge zurück, die Hersteller neuer Medikamente und des GKV-Spitzenverbands nach einer frühen Nutzenbewertung aushandeln.

 In den beiden Vorjahresmonaten hatte sich das Sparvolumen aus Erstattungsbeträgen noch auf 91 Millionen Euro addiert. Die Nachlässe für die PKV legten um acht Prozent auf 67 Millionen Euro zu.

Der Apothekenabschlag blieb im Januar und Februar unverändert wie im Vorjahr und betrug 187 Millionen Euro.

Deutlich haben von März 2015 bis Februar 2016 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum die Rabatte für patentgeschützte Präparate zugenommen: Der GKV-Umsatz nach Listenpreisen wuchs in diesem Segment um 55 Prozent auf knapp 2,9 Milliarden Euro.

Treiber der Entwicklung waren unter anderem Rabattverträge für neue Hepatitis-C-Therapien oder Parkinsonpräparate. Bezogen auf den Absatz betrug das Wachstum binnen eines Jahres 25 Prozent, abgegeben wurden 13,7 Millionen Packungen.

Verhalten hat sich dagegen zu Jahresbeginn der Markt für patentfreie Rabattarzneimittel entwickelt. 64 Prozent des Absatzes (97 Millionen Packungen) in diesem Segment waren rabattgeregelt, ein Prozentpunkt mehr als im Durchschnitt des Vorjahres.

Zwei Prozentpunkte höher liegt aktuell der Anteil der Rabattarzneien bei Berücksichtigung des Umsatzes: 53 Prozent (oder 1,38 Milliarden Euro) waren es zu Jahresbeginn 2016, 51 Prozent durchschnittlich im Vorjahr. (fst)

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