Berufspolitik

Reform der Bedarfsplanung bleibt strittig

Veröffentlicht:

BERLIN (HL). Mit einem breiten, teils kontroversen Meinungsspektrum wird sich der Gesundheitsausschuss am Mittwoch bei seinem Hearing zur Reform der Bedarfsplanung auseinandersetzen müssen.

Am weitestgehenden sind die Forderungen des Deutschen Landkreistages: Die Gebietskörperschaften müssten Sitz und Stimme bei der Bedarfsplanung in den Landesausschüssen haben.

Die Beteiligung der Länder allein sei nicht ausreichend. Ferner verlangt der Landkreistag, die Errichtung von MVZ zu erleichtern. Das werde bislang verfehlt.

GKV-Spitzenverband gegen Beschränkung von MVZ-Gründungen

Nur in diesem letzten Punkt stimmt der GKV-Spitzenverband zu und meldet Bedenken gegen die Beschränkung von MVZ-Gründungen an.

Ansonsten spricht sich der Kassenverband dafür aus, dass primär der Gemeinsame Bundesausschuss in Bedarfsplanungsrichtlinien eine hinreichend flexible, aber auch den Gleichheitsgrundsatz beachtende Rechtsgrundlage für die Bedarfsplanung erstellen soll.

Hartmannbund: Bedarfsplanung nicht sachgerecht

Eine Beteiligung der Kassen am Strukturfonds wird abgelehnt. Förderungswürdig sei allein die Allgemeinmedizin.

Der Hartmannbund hält die Bedarfsplanung für "nicht sachgerecht"; sie sollte ganz abgeschafft werden. Die geplanten Anreize für eine Niederlassung bewertet der Verband als "unzureichend".

Mehr zum Thema

GKV-Fachfrau aus SPD

Bärbel Bas soll Bundestagspräsidentin werden

Schlagworte
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Mussten Ärzte seinerzeit auch neu dazulernen: Röntgen.

© Channel Partners / Zoonar / picture alliance

Ärzte und die digitale Medizin

Digitalisierung: „Wir müssen uns offener zeigen als Ärzteschaft“

Kopfschmerzen: Rund zehn Prozent der Patienten mit SARS-CoV-2-Infektion entwickeln nach Abklingen der akuten Symptome einen Dauer-Kopfschmerz.

© ijeab / stock.adobe.com

Schmerzmediziner berichten

Dauer-Kopfschmerz nach COVID-19 nicht selten