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Gröhe vor G7-Gipfel

"Resistenz verheerend wie Klimawandel"

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BERLIN. Im Vorfeld der G7-Beratungen hat Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe schnelle und kluge Maßnahmen gegen Antibiotika-Resistenzen angemahnt: Der Anstieg habe ein "ähnlich verheerendes Potenzial wie der Klimawandel". Werde nicht gegengesteuert, bedeute das eine Katastrophe und den Rückfall ins Vor-Penicillin-Zeitalter.

Der Präsident der Bundesärztekammer, Professor Frank Ulrich Montgomery, begrüßte die G7-Initiative. Gerade vor dem Hintergrund, dass in den vergangenen Jahren nur wenige neue Antibiotika auf den Markt gekommen seien, sei es besonders bedenklich, dass in der Tiermast in Deutschland doppelt so viele Antibiotika wie in der Humanmedizin eingesetzt würden, darunter Antibiotika, die in der Behandlung von Menschen unverzichtbar seien.

Auch Ärzte sieht Montgomery in der Pflicht: Zu häufig würden Breitspektrum-Antibiotika verordnet. Der Blick für eine rationale Antibiotika-Therapie müsse geschärft werden.

Bei der Bekämpfung von Nosokomialinfektionen müssten die Strukturen in der Klinikhygiene ausgebaut werden, um mehr Hygiene-Fachärzte weiterzubilden. (HL)

Lesen Sie dazu auch: G7-Gipfel in Elmau: Hausarzt koordiniert Einsatz der Hilfskräfte

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