Direkt zum Inhaltsbereich

Rückenschmerzprojekt nach langem Vorlauf am Start

BERLIN (ami). Die KV Berlin steigt in die spezialisierte ambulante Versorgung nach Paragraf 73 c ein. Rückenschmerzpatienten bietet sie ab 2009 ein umfassendes Versorgungsprogramm.

Veröffentlicht:

Das Versorgungsprojekt der KV in Kooperation mit der KKH zielt darauf, die Chronifizierung von Schmerzen im unteren Rücken zu verhindern. Daher ist ein wesentlicher Bestandteil der Vereinbarung, dass Terminvergabe und Dokumentation zeitnah erfolgen müssen. Vor der Einschreibung der Patienten erfolgt ein Eingangsscreening mit Anamnese, körperlicher Untersuchung und Heidelberger Schmerzfragebogen. Die anschließende Behandlung ist in drei Stufen gegliedert.

Sie beginnt mit medikamentöser Therapie und einem Edukationsprogramm. Bestehen die Schmerzen weiter, wird die fachärztliche Behandlung um psychosomatische und psychotherapeutische Behandlung ergänzt. Wenn dann noch kein Erfolg zu verzeichnen ist, tritt nach maximal sechs Wochen eine Fallkonferenz zusammen, die ein intensiviertes Behandlungskonzept ausarbeitet. Dabei können alle Kassenleistungen und auch Physiotherapie, Entspannungstherapie, soziale Beratung, Reha-Maßnahmen oder stationäre Behandlungen einbezogen werden.

Das Programm ist derzeit begrenzt auf KKH-Versicherte, die seit mehr als zwei Wochen an Rückenschmerz leiden. Mit der KKH wurde eine dreiseitige Vertragskonstruktion gewählt, bei der die vertragsärztlichen Leistungen nach Paragraf 73 c geregelt sind. Eine Rahmenvereinbarung regelt die Zusammenarbeit von KV und Niedergelassenen mit den beteiligten Kliniken, die über einen IV-Vertrag nach Paragraf 140 a mit den Kassen verbunden sind. Der Vertrag läuft unbegrenzt und kann erstmals nach zwei Jahren gekündigt werden.

Teilnehmen können fast alle Arztgruppen, als koordinierende oder mitbehandelnde Ärzte. Einige Fachgruppen, wie Orthopäden, Neurologen, Neurochirurgen und Psychotherapeuten können beide Funktionen ausüben. Die Vergütung für die Leistungen im Projekt erfolgt zusätzlich zur Bezahlung der vertragsärztlichen Leistungen in der Gesamtvergütung. Für Screening, Einschreibung und Erstdokumentation fließen 30 Euro. Die Steuerungs- und Koordinationspauschale beträgt für koordinierende Ärzte 50 Euro und für mitbehandelnde Ärzte 17 Euro. Die Schulungsprogramme werden mit 30 Euro bezahlt.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Mit Ausdauer endlich am Ziel

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Kommentar

Das letzte Wort über die HzV ist noch nicht gesprochen

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Physiotherapie mit Ganzkörper-Elektromyostimulation ist effektiv

© Robert Kneschke / Fotolia

Chronischer nicht spezifischer Rückenschmerz

Physiotherapie mit Ganzkörper-Elektromyostimulation ist effektiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: miha bodytec GmbH, Gersthofen
Multimodale Therapie bei chronischem Rückenschmerz

© RFBSIP / stock.adobe.com [Symbolbild mit Fotomodellen]

Leitfaden für die Praxis

Multimodale Therapie bei chronischem Rückenschmerz

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Grünenthal GmbH, Aachen

„ÄrzteTag extra“-Podcast-Serie

Was tun, wenn Nerven geschädigt werden?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Trommsdorff GmbH & Co. KG
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Demenzprävention?

Alzheimer: Bei wem Fleischkonsum doch von Vorteil sein könnte

Lesetipps
Eine hervorgehobene Leber im 3D-Modell

© Dr_Microbe / stock.adobe.com

Münchner Aids- und Infektiologie-Tage

Chronische Hepatitis B: Heilung durch monoklonalen Antikörper?

Noch impfen nach einer RSV-Erkrankung?

© Porträt: privat | Spritze: Fiedels / stock.adobe.com

Sie fragen – Experten antworten

Noch impfen nach einer RSV-Erkrankung?

Die Ärzte Zeitung ist jetzt auch auf Instagram aktiv.

© prima91 / stock.adobe.com

Social Media

Folgen Sie der Ärzte Zeitung auf Instagram