Kommentar

Mit Ausdauer endlich am Ziel

Angela MisslbeckVon Angela Misslbeck Veröffentlicht:

Rückenschmerzpatienten in Berlin sollen besser versorgt werden. Das ist das Ziel eines interdisziplinären, sektorenübergreifenden Versorgungsmodells, das die KV Berlin mit wissenschaftlicher Begleitung ausgearbeitet hat. Das Konzept liegt seit fast drei Jahren vor. Es war zunächst als Integriertes Versorgungsmodell geplant. Doch die KV hat bis vor kurzem keine Kasse als Partner gefunden.

Mit Blick auf die möglichen Kostensenkungen bei lang andauernder Arbeitsunfähigkeit aufgrund von chronischem Rückenschmerz ist das unverständlich. Denn Erfahrungen mit vergleichbaren Projekten zeigen, dass die Kassen mit solchen Konzepten unterm Strich Geld sparen, auch wenn sie für die Akutversorgung mehr Geld in die Hand nehmen.

Die KKH scheint das nun erkannt zu haben und schließt einen Vertrag mit der KV Berlin. Doch es wird kein Vertrag der Integrationsversorgung, sondern der besonderen ambulanten ärztlichen Versorgung. Angesichts des sektorenübergreifenden Konzeptes erstaunt diese Entscheidung. Insgesamt ist jedoch zu begrüßen, dass auch Berliner Rückenschmerzpatienten nun eine bessere und schnellere Versorgung bekommen sollen, auch wenn es zunächst nur um gut 10 000 KKH-Versicherte geht.

Lesen Sie dazu auch: Rückenschmerzprojekt nach langem Vorlauf am Start

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Abgabehonorar

Apothekerpräsident Preis kündigt „Frühling der Proteste“ an

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Tab. 1: Verbesserung wichtiger Endpunkte nach 24-wöchiger randomisierter Behandlung mit Vimseltinib vs. Placebo (MOTION-Studie)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [1]

Tenosynoviale Riesenzelltumoren

Erste zugelassene systemische Therapie zeigt überzeugende Langzeiteffekte

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Deciphera Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

NutriNet-Santé-Studie

Viel Konservierungsstoffe in der Nahrung – erhöhtes Krebsrisiko?

Datenanalyse

Demenzschutz durch Zosterimpfung: Studie liefert erneut Hinweise

Lesetipps
Ein Hausarzt lädt in seiner Praxis Dokumente in eine elektronische Patientenakte „ePA“.

© Daniel Karmann/dpa

Neue Funktion

E-Patientenakte: Volltextsuche für Ärzte geplant

So bitte nicht! Leichter kann man es Hackern kaum machen.

© Oleksandr Latkun/imageBROKER/picture alliance

Update

Datenschutz

Tipps: Darauf sollten Praxisteams bei Passwörtern achten