Direkt zum Inhaltsbereich

Rückkehr zum Honorar nach Leistung

BERLIN (sun). Die schwarz-gelbe Koalition geht die zu langen Wartezeiten beim Arzt an: Die Praxisgebühr wird überprüft, gleichzeitig sollen im EBM Krankheitsschwere sowie diagnostischer und therapeutischer Aufwand besser abgebildet werden.

Veröffentlicht:
Zehn Euro zahlen Patienten pro Quartal: Bleibt es dabei?

Zehn Euro zahlen Patienten pro Quartal: Bleibt es dabei?

© Ernert

Vor allem beim aufwendigen Erstkontakt mit einem Patienten könnten Ärzte ein höheres Honorar erhalten. Gleichzeitig will die Koalition Fehlanreize abschaffen, Dauerpatienten immer wieder einzubestellen.

Zudem soll krankheitsbedingter Mehraufwand transparenter honoriert werden. Es müsse sich für einen Arzt "lohnen, die schweren Fälle zu behandeln", sagte CDU-Gesundheitspolitiker Jens Spahn der Wochenzeitung "Das Parlament" (Montag).

Das in der vergangenen Woche im Bundestag verabschiedete Versorgungsstrukturgesetz hat dem Bewertungsausschuss bereits einen entsprechenden Auftrag erteilt.

Dieser soll die Pauschalen der Gebührenordnung differenzieren: Nach "neuen" und bereits in der Praxis behandelten Patienten" sowie nach dem Schweregrad der Behandlung.

Praxisgebühr auf dem Prüfstand

Aus Sicht der KBV der richtige Weg: Auf diese Weise würden die einzelnen Leistungen des Arztes wieder mehr wertgeschätzt, sagte KBV-Sprecher Roland Stahl der "Ärzte Zeitung".

Die Wartezeiten hätten jedoch "vielschichtige Ursachen", so Spahn. Die Praxisgebühr erfülle ihre "Steuerungsfunktion offenkundig nicht ausreichend." Die Koalition wolle sich in dieser Legislaturperiode die Praxisgebühr vornehmen.

Gesundheitsexperten warnten vorsorglich davor, eine Praxisgebühr bei jedem Arztbesuch zu erheben. Damit treffe man vor allem chronisch kranke Patienten.

Lesen Sie dazu auch: EBM-Pauschalen sollen an Gewicht verlieren

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Kommentar

Das letzte Wort über die HzV ist noch nicht gesprochen

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposiums v.l.n.r.: Professor Karl Broich (BfArM), Dr. Jürgen Malzahn (AOK-Bundesverband), Dr. Christine Mundlos (ACHSE e.V.), Hauke Gerlof (Ärzte Zeitung), Dr. Johanna Callhoff (DRFZ), Professor Christoph Schöbel (Ruhrlandklinik, Universitätsmedizin Essen), Privatdozent Dr. Christoph Kowalski (Deutsche Krebsgesellschaft), Dr. Peter Kaskel (Idorsia)

© Thomas Kierok

ICD-11: Die Zeit ist reif für die Implementierung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Idorsia Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Bei erfolgreich therapierter Sialorrhö ist Teilhabe wieder leichter möglich

© Olesia Bilkei / stock.adobe.com [Symbolbild]

Glycopyrroniumbromid bei schwerer Sialorrhö

Wirtschaftliche Verordnung durch bundesweite Praxisbesonderheit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Proveca GmbH, Düsseldorf
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Herzinsuffizienz

Erste klinische Studie belegt Wirksamkeit des Herzpflasters

Münchner Aids- und Infektiologie-Tage

Chronische Hepatitis B: Heilung durch monoklonalen Antikörper?

Lesetipps
Noch impfen nach einer RSV-Erkrankung?

© Porträt: privat | Spritze: Fiedels / stock.adobe.com

Sie fragen – Experten antworten

Noch impfen nach einer RSV-Erkrankung?

Spirometrie bei einem Mann.

© John Thys / Reporters / Science Photo Library

Änderungen aus dem GOLD-Update

Neues Vorgehen bei COPD: Proaktiv statt reaktiv!

Die Ärzte Zeitung ist jetzt auch auf Instagram aktiv.

© prima91 / stock.adobe.com

Social Media

Folgen Sie der Ärzte Zeitung auf Instagram