Rückläufige Impfungen dämpfen Arzneiausgaben im September

Stagnation prägt die Entwicklung am Arzneimittelmarkt. Bei Impfstoffen, insbesondere gegen Grippe, ist es im September sogar zu einem Einbruch gekommen.

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FRANKFURT/MAIN (fst). Im September dieses Jahres haben Vertragsärzte Arzneimittel und Impfstoffe im Wert von rund 2,58 Milliarden Euro zu Lasten der Kassen verordnet.

Damit sind die Ausgaben im Vergleich zum Vorjahresmonat praktisch konstant geblieben (plus 0,2 Prozent), teilte das Beratungsunternehmen IMS Health mit.

Berücksichtigt man die Impfausgaben von rund 166 Millionen Euro nicht, dann ergibt sich ein Plus bei den Arzneiausgaben um 1,9 Prozent. Diese Zahl basiert auf Apothekenverkaufspreisen.

Einsparungen aus Rabattverträge nicht berücksichtigt

Dabei sind die Zwangsrabatte für Hersteller und Apotheken bereits einberechnet, unberücksichtigt bleiben dagegen Einsparungen aus Rabattverträgen. Die Impfstoff-Ausgaben lagen im September um 19 Prozent unter denen des Vorjahres.

Im ausgabenstärksten Teilmarkt, den Grippe-Vakzinen, beträgt der Rückgang sogar fast 29 Prozent.

Absatz nach Packungen stagniert

Betrachtet man bei Arzneimitteln und Impfstoffen den Gesamtmarkt, dann stagniert der Absatz nach Packungen im September mit 56,3 Millionen im Vergleich zum Vorjahresmonat (plus 0,1 Prozent).

Auf das bisherige Jahr gesehen, legt die Zahl der abgegebenen Packungen im Vergleich zu 2010 geringfügig um 0,7 Prozent zu. Mit fünf Prozent am stärksten gewachsen sind Verordnungen von Großpackungen (N3).

2011 insgesamt 22,34 Milliarden Euro für Arzneimittel und Impfstoffe

Betrachtet man die Gesamtausgaben von Januar bis September, dann ergibt sich ein Minus von 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In den ersten neun Monaten haben die Kassen 22,34 Milliarden Euro für Arzneimittel und Impfstoffe gezahlt.

Regional weist die Entwicklung der Verordnungskosten eine große Schwankungsbreite auf. Den größten Zuwachs verbuchen Brandenburg (2,4 Prozent) und Thüringen (2,2 Prozent).

Mit Abstand folgen Bremen (1,4), das Saarland (1,3) und Berlin (1,2 Prozent). Am Ende der Skala liegen Bayern und Hamburg -  dort sind die Verordnungskosten konstant geblieben.

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