Bilanz des Online-Portals

Rund 212.000 Einträge in Organspende-Register

Ein generelles Ja oder Nein zu einer Organspende nach dem Tod kann man mittlerweile auch digital erklären. Wie wird das genutzt und stimmen viele zu?

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Berlin. Im zentralen Online-Register zu Organspenden gibt es inzwischen mehr als 200.000 Einträge. Rund 212.000 Menschen haben eine Erklärung zu ihrer generellen Spendenbereitschaft digital registriert, wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte als Betreiberin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Überwiegend sei einer Organspende zugestimmt worden. Der Anteil der Widersprüche liege bei knapp sieben Prozent.

Das Portal www.organspende-register.de ist seit 18. März online. Dort kann man ab dem Alter von 16 Jahren dokumentieren, ob man zu einer Organspende nach dem Tod bereit ist oder nicht. Eintragen kann man sich vorerst, indem man einen Ausweis mit Online-Funktion verwendet.

Die Angaben sind freiwillig, kostenlos und können jederzeit geändert und gelöscht werden. Fünf Monate nach dem Start gab es im August zunächst knapp 150.000 Einträge. Erklärungen auf Papier, etwa Organspendeausweise, sind weiterhin möglich.

Angesichts weiterhin fehlender Spenderorgane soll der Bundestag heute über einen neuen Anlauf für grundlegend neue Spenderegeln debattieren. Eine fraktionsübergreifende Abgeordnetengruppe bringt einen Entwurf für die Einführung einer Widerspruchsregelung ein.

Dies zielt darauf, dass zunächst alle als Spender gelten, es sei denn, man widerspricht. Derzeit gilt, dass Organentnahmen nur mit ausdrücklicher Zustimmung zulässig sind. Ein erster Anlauf für eine Widerspruchslösung war 2020 gescheitert. Das Online-Register ist Kernstück eines stattdessen beschlossenen Gesetzes. (dpa)

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