SAPV-Vertrag für Kinder in Niedersachsen

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HANNOVER (cben). Ein neuer Vertrag sichert die ambulante Versorgung sterbenskranker Kinder in Niedersachsen. Um die Betreuung in gewohnter Umgebung zu gewährleisten, haben die mit der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) verbundene "Betreuungsnetz für schwerkranke Kinder Unternehmergesellschaft" und die niedersächsischen Kassen einen Vertrag über die spezialisierte ambulante pädiatrische Palliativversorgung (SAPV) geschlossen.

Die Umsetzung der SAPV sei bei schwerkranken Kindern und Jugendlichen besonders problematisch, hieß es. "Zum einen verlaufen die Krankheiten oft anders als bei Erwachsenen, die Symptome sind andere und die Prognosen sind schwieriger. Zum anderen ist die Zahl der Spezialisten gering und die Wege im Flächenland Niedersachsen sind oft weit", erklärt Professor Dirk Reinhardt, von der MHH-Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie.

Reinhardt ist auch Geschäftsführer der Betreuungsnetz Unternehmergesellschaft. In Niedersachsen sterben pro Jahr etwa 120 Kinder und Jugendliche an unheilbaren Krankheiten. Die SAPV für die jungen Patienten werde von zunächst fünf Teams aus je einem qualifizierten Palliativmediziner, einem Pflegedienst und der psychosozialen Betreuung in Oldenburg, Sulingen, Hannover, Braunschweig und Göttingen erbracht.

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