Finanzausgleich

Schlagabtausch der Kassen um Morbi-RSA

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BERLIN. Der Streit um eine Reform des morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs (Morbi-RSA) ist zwischen den Kassenverbänden eskaliert. Ausgangspunkt war eine Erklärung von 91 Ersatz-, Betriebs- und Innungskassen am Montag, in der eine schnelle Reform des Finanzausgleichs nach der Bundestagswahl angemahnt wurde.

Stunden später konterte der AOK-Bundesverband mit einem Gegenstatement: Nicht die Einnahme-, sondern die Ausgabenseite sei entscheidend. Seit sieben Jahren bereits läge das Wachstum der Leistungsausgaben im AOK-System unter dem GKV-Schnitt – das sei der Grund für die Überschüsse, so Verbandschef Martin Litsch. Aufgabe des RSA sei es nicht, "Geschäftsergebnisse der Krankenkassen auszugleichen".

Falsch, entgegnet kurz darauf der Ersatzkassenverband: Die AOK habe pro Versichertem zuletzt 41 Euro mehr bekommen, als sie für dessen Versorgung benötigt hätte. Umgekehrt erhielten die Ersatzkassen 24 Euro zu wenig. Aus Sicht des BKK-Dachverbands ist der Zeitpunkt für eine Intervention günstig: Die Regierung könne sofort Manipulationen beim RSA unterbinden und einfache Übergangsregelungen schaffen. (fst)

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