Gesundheitspolitik international

Schweizer Ärzte erleichtert über Ministerrücktritt

BERN(ine). Der Schweizer Gesundheitsminister Pascal Couchepin (67) hatte in den vergangenen Wochen immer öfter die Ärzteschaft gegen sich aufgebracht. Nun ist er von seinem Amt zurückgetreten. Offiziell wird das Parlament ihn im September verabschieden.

Veröffentlicht: 17.06.2009, 05:00 Uhr

Der Minister stand vor allem wegen der Prämienexplosion bei den Krankenkassen unter Druck. Das Bundesamt für Gesundheit hatte eine Erhöhung um zehn Prozent für das Jahr 2010 prognostiziert. Couchepin hatte daraufhin unter anderem vorgeschlagen, eine Praxisgebühr einzuführen und das Einkommen der Ärzte zu senken. Zuletzt hatte sein Vorstoß, die ärztliche Medikamentenabgabe in den Praxen abzuschaffen, viele Ärzte aufgebracht.

"Seine Ziele deckten sich häufig nicht mit denen der Ärzteschaft", heißt es in einer Stellungnahme der Verbindung Schweizer Ärzte (FMH, Fédération des médicins suisses) in Bern. Die freie Arzt- und Therapeutenwahl habe bei ihm nie im Vordergrund gestanden. Und auch eine überzeugende Regelung zum Risikostrukturausgleich sei unter seiner Führung nie zustande gekommen, heißt es beim Ärzteverband.

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