Berufspolitik

Sechs Kandidaten für zwei Plätze im BÄK-Vorstand

Für das Amt des BÄK- Präsidenten haben bereits fünf Bewerber ihre Kandidatur angemeldet. Sechs Interessenten gibt es sogar für die zwei zu vergebenden Beisitzerposten im BÄK-Vorstand.

Von Christiane Badenberg Veröffentlicht: 24.05.2011, 15:29 Uhr
Sechs Kandidaten für zwei Plätze im BÄK-Vorstand

BÄK-Erfahrung: Dr. Astrid Bühren; DÄB-Präsidentin Dr. Regine Rapp-Engels; Kammer-Vize Dr. Ellen Lunderhausen; Chef des Marburger Bundes: Rudolf Henke; Hartmannbund-Vize Dr. Klaus Reinhardt; BDI-Präsident Dr. Wolfang Wesiack (von links oben nach rechts unten).

© [M] privat | Dammann | Schulten | MB | ÄKWL | BDI

BERLIN. Seinen Sitz im Vorstand der Bundesärztekammer verteidigen will der Vorsitzende des Marburger Bundes und CDU-Bundestagsabgeordnete Rudolf Henke. In den BÄK-Vorstand wurde der Internist bereits 1995 zum ersten Mal gewählt. Er sitzt bei der Bundesärztekammer dem Ausschuss Krankenhaus vor.

Vorstandserfahrung in der Bundesärztekammer hat auch die langjährige Vorsitzende des Deutschen Ärztinnenbundes (DÄB) Dr. Astrid Bühren. Die Fachärztin für Psychotherapie gehörte dem BÄK-Vorstand bereits von 1999 bis 2007 an. Sie engagiert sich jetzt im Vorstand des Hartmannbundes und ist unter anderem stellvertretende Vorsitzende der Vertreterversammlung der KV Bayerns.

Um einen der zwei Beisitzerposten bewirbt sich ebenfalls Bührens Nachfolgerin als DÄB-Präsidentin Dr. Regine Rapp-Engels. Die angestellte Allgemein- und Sozialmedizinerin aus Münster will sich, wie auch Bühren, unter anderem für bessere Arbeitsbedingungen einsetzen, die es Ärztinnen und Ärzten leichter machen sollen, Beruf und Familie gut miteinander zu vereinbaren.

Die HNO-Ärztin Dr. Ellen Lundershausen, die in Erfurt gemeinsam mit ihrer Tochter eine Facharztpraxis betreibt, ist die dritte Frau, die sich um einen Platz im BÄK-Vorstand bewirbt. Dabei kann sie, wie auch Astrid Bühren, auf die Unterstützung einiger Facharztverbände zählen.

Lundershausen ist außerdem bereits Vizepräsidentin der Ärztekammer Thüringen, zweite Vorsitzende des Berufsverbandes der HNO-Ärzte auf Bundesebene und war von 2004 bis 2007 stellvertretende Vorsitzende der KV Thüringen.

Dieses Amt legte sie aber im März 2007 mit der Begründung nieder, die aktuelle Gesetzgebung und ein Machtgerangel in den eigenen Reihen würden ihre Arbeit konterkarieren.

Berufspolitisch ebenfalls seit vielen Jahren engagiert ist der Präsident des Berufsverbandes der Internisten, Dr. Wolfgang Wesiack. In dieses Amt wurde Wesiack 2004 gewählt.

Zuvor war er bereits viele Jahre an führender Stelle in der KV Hamburg tätig. Wesiack will sich, wie auch Lundershausen und Bühren, für eine stärkere Integration niedergelassener Ärzte im BÄK-Vorstand einsetzen.

Sein Interesse an einem Vorstandsposten hat auch der Bielefelder Allgemeinmediziner Dr. Klaus Reinhardt angemeldet. Reinhardt ist stellvertretender Vorsitzender des Hartmannbundes und Vizepräsident der Kammer Westfalen-Lippe. Er strebe einen fairen innerärztlichen Interessenausgleich an, sagte er bei der Bekanntgabe seiner Kandidatur.

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