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Selektivverträge sind Motor der Kooperation

STUTTGART (fst). Die Selektivverträge der AOK für Haus- und Fachärzte in Baden-Württemberg bringen eine neue Qualität der Zusammenarbeit zwischen Arztgruppen mit sich.

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Der Hausärzteverband betritt hier Neuland zusammen mit Partnern bei den Fachärzten, sagt Dr. Bertold Dietsche, Landesvorsitzender des Hausärzteverbands.

Im Rahmen der Hausarztverträge - an denen im Südwesten über 1,3 Millionen Versicherte teilnehmern - wurde eine flächendeckende Fortbildungsstruktur etabliert, berichtet er.

Organisation der Schnittstellen eine große Herausforderung

Dazu gehören landesweit fast 400 hausärztliche Qualitätszirkel. "Damit erreichen wir jedes Quartal bis zu einem Drittel der eingeschriebenen Hausärzte, und zwar face to face", sagte der Verbandschef der "Ärzte Zeitung".

Mit der wachsenden Zahl an AOK-Facharztverträgen (für Kardiologen, Gastroenterologen und neuerdings für Psychotherapeuten/Neurologen) stellten sich neue Aufgaben. Denn die Organisation der Schnittstellen zwischen Haus- und Facharztverträgen mit Blick auf die Fortbildung sei eine "große Herausforderung".

Ein Vehikel, um Gräben zwischen Haus- und Fachärzten einzuebnen

Gelungen ist dies bereits zwischen Hausärzten und Kardiologen. "Dort sind Leitlinien fachübergreifend konsentiert worden, damit beispielsweise klar ist: Welchen Anteil an der Diagnostik macht der Hausarzt, welchen der Facharzt", erläutert Dietsche.

Die Fortbildung in Selektivverträgen ist somit auch ein Vehikel, um die Gräben zwischen Haus- und Fachärzten, die über Jahre ausgehoben wurden, wieder einzuebnen.

Wermutstropfen für Dietsche: Politiker haben nach seiner Ansicht noch nicht verstanden, in welchem Umfang mit den Selektivverträgen die ambulante Versorgung neu gestaltet wird.

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