Gesundheitspolitik international

Skandinavische Kliniken werben um deutsche Ärzte

HAMBURG (di). Skandinavische Kliniken werben um deutsche Ärzte. Mit rund 40 Ärzten haben Klinikvertreter aus Norwegen in der Ärztekammer Hamburg Bewerbungsgespräche geführt. Die ersten Ärzte sind nach Angaben der Kammer bereits nach Norwegen gefahren, um sich die Kliniken vor Ort anzusehen.

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Die Kammer geht davon aus, dass mehrere Interessenten aus ganz Deutschland auf die vorliegenden Arbeitsangebote in Skandinavien eingehen werden. Kammerpräsident Dr. Frank Ulrich Montgomery machte "dumme Krankenhausarbeitgeber und schlechte Gesundheitspolitik" in Deutschland für die Abwanderung der Ärzte verantwortlich. Für Kritik der deutschen Kliniken wegen der Personalknappheit zeigte Montgomery kein Verständnis: "Dieselben Arbeitgeber, die sich nicht schämen, Ärzte zu Billiglöhnen und schlechten Arbeitsbedingungen aus anderen Ländern der EU mit niedrigerem Einkommensniveau zu rekrutieren, weinen Krokodilstränen, wenn die hiesige Ärzteschaft ihre Chancen auf dem europaweiten Arbeitsmarkt nutzt."

Dieses Verhalten sei unehrlich und solle nur helfen, Missstände in Deutschland fortzuführen. Ein nach Norwegen ausgewanderter Arzt hatte bei der Jobbörse in Hamburg von angemessenen Arbeitsbedingungen berichtet. Diese ermöglichten es, Familie und Arbeit besser als in Deutschland in Einklang zu bringen.

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