Professor Claudia Schmidtke

Eine Ärztin als Patientenbeauftragte

Die Herzchirurgin Professor Claudia Schmidtke soll neue Patientenbeauftragte der Bundesregierung werden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die CDU-Abgeordnete für den Posten vorgeschlagen.

Veröffentlicht:
Professor Claudia Schmidtke arbeitete als stellvertretende Chefärztin an einem Herzzentrum und als Oberärztin in der Klinik für Herz- und thorakale Gefäßchirurgie.

Professor Claudia Schmidtke arbeitete als stellvertretende Chefärztin an einem Herzzentrum und als Oberärztin in der Klinik für Herz- und thorakale Gefäßchirurgie.

© Jörg Carstensen / dpa

BERLIN. Die Herzchirurgin und CDU-Bundestagsabgeordnete Professor Claudia Schmidtke soll neue Patientenbeauftragte der Bundesregierung werden. Die 52-jährige Ärztin ist von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vorgeschlagen worden.

Das Bundeskabinett muss diese Personalie noch absegnen. „Ich freue mich sehr auf diese verantwortungsvolle Aufgabe“, ließ Schmidtke via Facebook wissen.

Die Medizinerin wird Ralf Brauksiepe nachfolgen, der das Amt nur ein halbes Jahr ausgeübt hat. Der im Amt fachfremde CDU-Politiker schied im November nach 20 Jahren auf eigenen Wunsch aus dem Parlament aus und wechselte in die Wohnungswirtschaft.

Seit 2017 im Bundestag

Zuvor arbeitete sie seit 2014 als stellvertretende Chefärztin am Herzzentrum Bad Segeberg. Dem vorausgegangen war eine langjährige Tätigkeit als Oberärztin in der Klinik für Herz- und thorakale Gefäßchirurgie der Universität Lübeck. Berufsbegleitend hat sie Gesundheitsökonomie studiert und einen MBA-Abschluss erworben.

Schmidtke beschreibt sich als „klassische Seiteneinsteigerin“, die erst 2015 zur CDU kam – „angetrieben vom Wunsch, den Hochschulstandort Lübeck zu stärken“. Ihre Herangehensweise in der Politik beschreibt sie als „immer neugierig und chirurgisch direkt“.

Die Grünen im Bundestag begrüßten, dass die Stelle des Patientenbeauftragten wieder besetzt wird. Es gebe viele Baustellen, machte Maria Klein-Schmeink, gesundheitspolitische Sprecherin ihrer Fraktion, deutlich.

Nun gelte es, „mit Nachdruck die Unabhängigkeit der Patientenberatung zu sichern, die Digitalisierung im Sinne der Patienten zu gestalten, Patientenrechte bei Behandlungsfehlern zu stärken und einen Haftungsfonds voranzubringen“. (fst)

Wir haben den Beitrag aktualisiert am 09.01.2019 um 16:07 Uhr.

Mehr zum Thema

Leitfaden für Ärzte

Sieben Tipps zum Umgang mit dem Wunsch nach assistiertem Suizid

Institut für Digitale Allgemeinmedizin

Seltene Krankheiten: Mit Künstlicher Intelligenz fixer zur Diagnose

Kommentare
Veröffentlichte Meinungsäußerungen entsprechen nicht zwangsläufig der Meinung und Haltung der Ärzte Zeitung.
Prof. Dr. Jörg-Uwe Meyer

Personalisierte Telematik-Infrastruktur

Um die Digitalisierung im Sinne der Patienten zu gestalten, braucht es eine personalisierte Telematik-Infrastruktur, in der der Gesundheitsbürger seine Daten hoheitlich verwaltet oder verwalten lässt. Ein erster Schritt in dieser Richtung ist das BMBF Vorhaben "HISAP4 - Health & IoT Service Applications Platform 4.0".


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Der Wunsch nach Hilfe bei der Selbsttötung, ist bei Patienten im Pflegeheim keine Seltenheit. Ärzte und Pfleger sollten sich im Team besprechen und das Vorgehen unbedingt dokumentieren.

© rainbow33 / stock.adobe.com (Symbolbild)

Leitfaden für Ärzte

Sieben Tipps zum Umgang mit dem Wunsch nach assistiertem Suizid

BÄK-Präsident Dr. Klaus Reinhardt betont: Ärzte arbeiten nicht gern im ruinösen Wettbewerb.

© Wolfgang Kumm / dpa / picture alliance

Im Vorfeld des 125. Ärztetags

Bundesärztekammer stellt zwölf Forderungen an künftige Regierung

Noch ist er violett: Für die neue Formulierung von ComirnatyTextbaustein: war wird der Deckel eine andere Farbe haben.

© Sina Schuldt / dpa

Neue Formulierung

Comirnaty®-Handhabung wird für Praxen bald leichter