Berufspolitik

Strengere Auflagen für Tierversuche gefordert

Veröffentlicht:

STRASSBURG (taf). In der EU soll es künftig weniger Tierversuche und strengere Auflagen für die Forschung an Tieren zu medizinischen Zwecken geben. Das hat das EU-Parlament (EP) am Mittwoch beschlossen. Mit der Novellierung der 24 Jahre alten Richtlinie zum Schutz von Versuchstieren spricht sich das EP für einen weitgehenden Ersatz von Tierversuchen durch alternative, genehmigte Testverfahren aus. "Dies ist eine gute Balance zwischen dem Schutz der Versuchstiere und zum Erhalt des Forschungsstandorts Europa," sagt die EP-Berichterstatterin Elisabeth Jeggle (CDU).

Somit werde die medizinische Erforschung schwerer Krankheiten weiter möglich sein und zugleich verhindert, dass Forschungsprojekte in Länder außerhalb der EU mit geringeren Tierschutzanforderungen verlagert würden. Unbefriedigend ist aus Sicht des Arztes und CDU-Europaabgeordneten Peter Liese, dass derzeit in einigen wenigen Fällen die einzige Alternative zum Tierversuch die Forschung mit menschlichen embryonalen Stammzellen sei. "Die Frage der Menschenwürde bei alternativen Versuchsmethoden ist nicht ausreichend berücksichtigt worden", so Liese. Die Grünen im EP bemängeln, dass auch weiterhin an Primaten, wie Menschanaffen, immer noch zahlreiche mit dem Tierschutz unvereinbare Versuche erlaubt seien.

Mehr zum Thema

Abrechnung

Zwei neue Pauschalen für den AU-Postversand

Schlagworte
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Schüsse aus Schreckschusspistolen beschäftigen die deutsche Rechtsmedizin. Die Tatwaffen hatten mehrere Zusatzfunktionen.

© jedi-master / stock.adobe.com

Drei Fälle aus der Rechtsmedizin

Von Schreckschusspistole lebensgefährlich verletzt