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Studie

TU Dresden behandelt Arachnophobie

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DRESDEN. Menschen mit Arachnophobie können an einer Studie der Technischen Universität Dresden (TU) teilnehmen und sich dabei gegen ihre Phobie behandeln lassen.

Wie die Hochschule mitteilte, ist die Teilnahme kostenlos und die Teilnehmer erhalten eine Aufwandsentschädigung sowie ein MRT-Bild ihres Gehirns.

Denn anhand von Fragebögen, Computerexperimenten und MRT-Messungen ermitteln Wissenschaftler der TU bei den Teilnehmern die individuellen Hintergründe des Vermeidungsverhaltens.

Menschen, bei denen Spinnenangst festgestellt wird, können im Anschluss an einer zirka dreistündigen Therapiesitzung teilnehmen. Diese Therapie basiert nach Angaben der Hochschule auf der Idee der Konfrontation und habe sich bereits in vielen Studien als sehr wirksam erwiesen. Während der Konfrontation bestimme der Teilnehmer selbst das Tempo und die Schritte, welche durchlaufen werden sollen. Der Therapeut handele immer ausschließlich nach Absprache mit dem Teilnehmer.

Spinnenangst gehört nach Einschätzung der TU zu den weltweit am häufigsten auftretenden spezifischen Phobien. Sie entsteht bei vielen Menschen bereits im Kindesalter und schränkt die betroffenen Personen häufig stark in ihrem Alltag ein.

Orte, an denen sich die achtbeinigen Tiere gern aufhalten, werden gemieden: Dazu zählen Keller, Gärten oder Wälder. Die Lebensqualität ist stark beeinträchtigt.

Allerdings suchen sich nach Erfahrungen der TU nur wenige Betroffene deswegen professionelle Hilfe, obwohl es wirksame und effiziente Behandlungsansätze gebe.

Ein Beispiel für die erfolgreiche Studienteilnahme ist eine Frau, die seit ihrer Kindheit starke Angst vor Spinnen hat und dadurch im Alltag eingeschränkt ist. Sie schilderte, dass sie die Studienteilnahme als hilfreich empfunden habe.(sve)

Weitere Informationen zur Studie und Anmeldung finden Sie online hier.

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