Techniker Kasse vergrätzt Ambulante Operateure

MÜNCHEN (fst). Der Bundesverband Ambulantes Operieren (BAO) ist sauer auf die Techniker Krankenkasse. Ende des ersten Quartals seien mehrere Integrationsverträge ausgelaufen, durch die das ambulante Operieren gefördert wurde, klagt der BAO.

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Betroffen seien vor allem Hamburg, München und Berlin. Der Verband warnt, das Ende dieser Verträge bringe nicht nur den Operateuren Abstriche bei den Honoraren, sondern gefährde auch die hohen Qualitätsstandards.

Denn betroffen von der Kündigung seien vor allem zertifizierte Op-Zentren. Die TK, die fast eine Milliarde Euro Überschuss erwirtschaftet hat, "spare am falschen Ende", hieß es.

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Kommentare
Dr. Claus-Peter Möller 04.04.201216:11 Uhr

Gipfel des Zynismus

Als Vorwand für die Kündigung der Verträge werden trotz der Milliardenüberschüsse "wirtschaftliche" Gründe genannt.
Der Zynismus gipfelt in der Bemerkung: "nach Absenken der Punktwerte für das ambulante Operieren auf 2,5 cent sei die Differenz zu den vereinbarten Beträgen im integrierten Versorgungsvertrag zu groß geworden". Dabei wissen die Vertreter der Techniker Krankenkasse sehr wohl, dass zu diesem Punktwert ambulante Operationen nicht kostendeckend zu erbringen sind. Die Patienten landen jetzt wieder im Krankenhaus mit mindestens zwei Tagen Dauer, um die Mindestlegedauer zu überschreiten, ein patientenunfreundlicher Rückschritt für die Versicherten der Techniker Krankenkasse, die die Vorteile des ambulanten Operierens einmal auf ihre Fahnen geschrieben hatte. "Wenn ein Eingriff ambulant möglich ist, müssen sie ihn auch ambulant erbringen", argumentiert die Krankenkasse. Welch eine blauäugige Verkennung der bundesdeutschen Realitäten!

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