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„Kein Fehlverhalten“

Uni Köln entlastet Lauterbach von Lebenslauf-Vorwürfen

Eine Kommission an der Universität Köln erkennt kein Fehlverhalten Lauterbachs im Umgang mit seinem Lebenslauf bei einem Bewerbungsverfahren Mitte der 90er Jahre.

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„Weder grobe Fahrlässigkeit noch Vorsatz festzustellen“: Die Universität Köln hat das Prüfungsverfahren im Falle von Professor Karl Lauterbach nach einer entsprechenden Empfehlung der „Kommission zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis“ (GWP) eingestellt.

„Weder grobe Fahrlässigkeit noch Vorsatz festzustellen“: Die Universität Köln hat das Prüfungsverfahren im Falle von Professor Karl Lauterbach nach einer entsprechenden Empfehlung der „Kommission zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis“ (GWP) eingestellt.

© picture alliance / Eibner-Presse

Köln. Eine formelle Untersuchung der Universität Köln hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) von Vorwürfen entlastet, bei einer früheren Bewerbung in seinem Lebenslauf geschummelt zu haben.

„Die Kommission kommt zu dem Schluss, dass kein wissenschaftliches Fehlverhalten vorliegt“, teilte eine Sprecherin der Universität am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Zwar seien Ungenauigkeiten erkennbar, hierbei seien jedoch „weder grobe Fahrlässigkeit noch Vorsatz festzustellen“. Zuvor hatte der „Spiegel“ berichtet.

Die Kölner Kommission hatte Lauterbachs Bewerbung an der Universität Tübingen im Jahr 1995 geprüft. „Anlass für das formelle Untersuchungsverfahren war eine entsprechende Anzeige“, erklärte die Kölner Sprecherin.

Lauterbach konnte Einzelheiten „nicht mehr rekonstruieren“

Einem Medienbericht zufolge soll Lauterbach damals in seinem Lebenslauf ein vom Bundesgesundheitsministerium gefördertes Forschungsprojekt angegeben und damit geworben haben, Drittmittel nach Tübingen zu holen. Zu diesem Projekt seien aber gar keine Unterlagen vorhanden. Außerdem habe Lauterbach ein Buchprojekt aufgelistet, das nie fertiggestellt worden sei. Der Bundesgesundheitsminister hatte im vergangenen März zu den Vorwürfen gesagt, er könne die Einzelheiten „nicht mehr rekonstruieren“.

Am Freitag twitterte er: „Ich bekam die Professur, nahm sie aber nicht an. Die Prüfung der Bewerbung ergab einstimmig: kein wissenschaftliches Fehlverhalten. Danke für die aufwändige Prüfung.“ Lauterbach war damals einem Ruf an die Universität Köln gefolgt.

Das Rektorat der Uni Köln habe beschlossen, der Empfehlung der „Kommission zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis“ (GWP) zu folgen und die Einstellung des Verfahrens beschlossen, teilte die Sprecherin mit. (dpa)

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