Direkt zum Inhaltsbereich

Verbraucherschutz: "Hausärzte sollten nicht überziehen!"

Veröffentlicht:

HAMBURG (di). Die Verbraucherzentrale Hamburg warnt Hausärzte davor, ihren Ruf durch Agitation in den Praxen zu beschädigen. Patienten raten die Verbraucherschützer zu Beschwerden, wenn Ärzte den Protest überziehen.

"Kranke kommen zum Arzt, um behandelt zu werden. Wer ihnen dann stattdessen seine finanziellen Probleme vorträgt, wird leicht zum Agitator", warnt die Verbraucherzentrale auf ihrer Homepage.

Hintergrund ist die in einigen Regionen angelaufene Informationskampagne in Hausarztpraxen über die Pläne von Gesundheitsminister Dr. Philipp Rösler und der für den 15. September geplante zentrale Aktionstag, mit dem die Hausärzte wie berichtet auf Einschnitte in der hausarztzentrierten Versorgung aufmerksam machen.

Die Verbraucherschützer wollen vermeiden, dass Patienten dabei ungewollt zum Spielball der Standespolitik werden. "Wenn nicht mehr die Sorgen des Patienten und dessen Behandlung im Vordergrund stehen, sondern die Berufspolitik, ist die Grenze überschritten", heißt es.

Patienten, die "im Kreuzfeuer zwischen Hausärzten und Politik geraten", empfiehlt die Verbraucherzentrale zur schriftlichen Beschwerde, für die sie sich selbst, aber auch Krankenkassen, Ärztekammer und KV als Adressaten nennen.

Den Hausärzten rät die Verbraucherzentrale, ihre politischen und berufsständischen Interessen über ihre Verbände und Kammern zu vertreten: "Die sind dafür da." Dies liege im übrigen auch im eigenen Interesse der Ärzte, denn: "Jeder Verstoß gegen dieses Prinzip beschädigt den Ruf der gesamten Ärzteschaft - und der ist schon längst nicht mehr der beste."

Zugleich machen die Verbraucherschützer aber auch sehr deutlich, was sie denn von den Protesten der Hausärzte halten: "Sie drohen mit Protesten, Praxisschließungen und Streik und tun so, als müssten sie ums nackte Überleben kämpfen."

Lesen Sie dazu auch: Praxisstreik in Bayern: Wie wird Berlin reagieren?

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Änderungsantrag beschlossen

Bundestag verschärft Terminmeldepflicht für Praxen

Das könnte Sie auch interessieren
Geldschein, teilweise bedeckt von Stethoskop

© photocrew / stock.adobe.com

Kostenstrukturanalyse

Privatanteil an den Einnahmen geht leicht zurück

Logo Beyond Imaging

© Beyond

Beyond Imaging

KI-gestützte Prostata- und Kopf-MRT

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Logo Diagnostic Results

© Diagnostic Results

Bioeksen

Molekulare PCR-Diagnostik am PoC

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Kommentare
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

„ÄrzteTag“-Podcast

Wie können Ärzte Einsamkeit erkennen und ansprechen, Professor Adli?

Lesetipps
Lipoprotein(a)-Partikel

© Juan Gärtner / stock.adobe.com

Cholesterin

Intensive LDL-Senkung bei hohem Lp(a): Warum das schwierig werden kann

Ausgestreckte Hand gegenüber einer Impfspritze.

© anyaivanova / Getty Images / iStock

Überprüft

5 Mythen übers Impfen im Faktencheck