Vereinbarungen zu Onkologie und Psychiatrie laufen weiter

BERLIN (HL). Trotz formaler Kündigung zum 31. Dezember 2008 werden die Vertragsinhalte zu den Onkologie-Vereinbarungen und zu den sozialpsychiatrischen Vereinbarungen im ersten Quartal 2009 fortgeführt. Bis zum 1. April 2009 sollen Anschlussverträge vereinbart werden.

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Krebskranke sollen 2009 nicht schlechter versorgt werden.

Krebskranke sollen 2009 nicht schlechter versorgt werden.

© Foto:aura

Das haben gestern übereinstimmend das Bundesgesundheitsministerium, der GKV-Spitzenverband und der AOK-Bundesverband der "Ärzte Zeitung" mitgeteilt.

Die Organisationen widersprechen damit einer Einschätzung des KBV-Vorsitzenden Dr. Andreas Köhler, der in einem dpaGespräch am Wochenende die Befürchtung geäußert hatte, die Versorgung psychisch kranker Kinder und von Krebspatienten werde sich im kommenden Jahr verschlechtern.

Nach Angaben des Sprechers des GKV-Dachverbandes, Florian Lanz, sollen bereits im Sommer ausgesprochene Kündigungen für drei Monate ausgesetzt werden. Die KBV und der Spitzenverband arbeiteten an einer Vereinbarung, dass noch laufende und gekündigte Verträge bis Ende März unverändert weiter laufen. Diese Vereinbarung soll bis Ende November stehen, wie auch die KBV bestätigte. Der Leiter der Vertragsabteilung des AOK-Bundesverbandes, Karl-Heinz Schönbach, äußerte sich ähnlich und sagte der "Ärzte Zeitung": "Die AOK will auf jeden Fall die Vereinbarungen fristgerecht erneuern." Er bezeichnete die Verunsicherung der betroffenen Ärzte als unbegründet.

Lesen Sie dazu auch: "Es gibt keinen Grund zur Unruhe unter den Ärzten"

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