Direkt zum Inhaltsbereich

Bundesärztekammer

Versorgungsvollmacht – Unterstützung für Arzt und Patient

Wie kann für den Fall der Einwilligungsunfähigkeit vorgesorgt werden? Und wie können Ärzte ihre Patienten dabei unterstützen? Die Bundesärztekammer hat aktualisierte Infos zusammengestellt.

Veröffentlicht:
Mit welcher Vollmacht lässt sich was im Sinnde des Patienten regeln? Die BÄK hat ihre Infos dazu aktualisiert

Mit welcher Vollmacht lässt sich was im Sinnde des Patienten regeln? Die BÄK hat ihre Infos dazu aktualisiert

© Ramona Heim / stock.adobe.com

BERLIN. Der Umgang mit nicht einwilligungsfähigen Menschen ist für Ärzte zwar beruflicher Alltag, aber niemals alltäglich. Doch wenn es darum geht, deren Willen zu eruieren, kommt es regelmäßig zu Unsicherheiten. Das gilt für die betreuenden Ärzte ebenso wie für die Angehörigen. Dabei kommen vorsorglichen Willensbekundungen in Entscheidungssituationen bei schwerer Erkrankung oft besondere Bedeutung zu.

Um hier Ärzten, Patienten und Angehörigen Unterstützung zu geben, hat die Bundesärztekammer zusammen mit der Zentralen Ethikkommission der BÄK Hinweise und Empfehlungen zum Umgang mit Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen zusammengestellt. Darin werden etwa Fragen beantwortet wie: Welche Arten von vorsorglichen Willensbekundungen gibt es und welche rechtlichen Vorgaben sind zu beachten? Wie kann ein Stellvertreter in bestimmten Situationen im Sinne des Patienten entscheiden? Was sollte konkret formuliert werden, wo besteht Entscheidungsspielraum?

Die aktualisierten Informationen sollen Ärzten, aber auch Patienten, eine grundlegende Orientierung im Umgang mit vorsorglichen Willensbekundungen geben. Zudem werden die zugrunde liegenden Rechtsvorschriften dargestellt.

„Niemand muss seinen Willen vorsorglich bekunden. In bestimmten Fällen kann es aber sinnvoll sein, wenn Ärzte gegenüber ihren Patienten die Möglichkeiten vorsorglicher Willensbekundungen ansprechen“, erläutert BÄK-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery in einer Mitteilung. Dies könne zum Beispiel der Fall sein, wenn in einem absehbaren Zeitraum der Eintritt der Einwilligungsunfähigkeit mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten sei. Die überarbeiteten Empfehlungen gäben hier eine Hilfestellung.

Die Bundesärztekammer hatte erstmals im Jahr 1999 Handreichungen für Ärzte zum Umgang mit Patientenverfügungen vorgelegt und diese immer wieder überarbeitet. Die nunmehr erneut aktualisierten Hinweise und Empfehlungen berücksichtigen nach Angaben der BÄK insbesondere die aktuelle Rechtsprechung. Die Gliederung sei zur besseren Handhabung leicht verändert sowie ein Inhaltsverzeichnis vorangestellt worden.

Die Hinweise und Empfehlungen zum Umgang mit Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen im ärztlichen Alltag können hier herunterladen werden: www.baek.de/vorsorgevollmacht. (run)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Kommentar

Kabinettsentwurf zur Pflegereform: Definitiv zu wenig

Das könnte Sie auch interessieren
Geldschein, teilweise bedeckt von Stethoskop

© photocrew / stock.adobe.com

Kostenstrukturanalyse

Privatanteil an den Einnahmen geht leicht zurück

Logo Beyond Imaging

© Beyond

Beyond Imaging

KI-gestützte Prostata- und Kopf-MRT

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Logo Diagnostic Results

© Diagnostic Results

Bioeksen

Molekulare PCR-Diagnostik am PoC

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Interdisziplinäres Patienten-Management – ein Praxisleitfaden

© APOGEPHA Arzneimittel GmbH | Generated by AI

Überaktive Blase

Interdisziplinäres Patienten-Management – ein Praxisleitfaden

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: APOGEPHA Arzneimittel GmbH, Dresden

Vitamin-B12-Mangel

Frühzeitig erkennen, gezielt therapieren

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Wörwag Pharma GmbH & Co. KG, Böblingen
 Abb. 1: Anwendung von Ruxolitinib-Creme bei mittelschwerer AD

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [1,8]

Ruxolitinib-Creme bei mittelschwerer AD

Topische steroidfreie Behandlungsoption bei atopischer Dermatitis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Incyte Biosciences Germany GmbH, München
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Mikrobiomforschung

Atemwegs-Dysbiose befeuert Lungenerkrankungen

Weniger Spätkomplikationen

Frühe HbA1c-Kontrolle zahlt sich aus

Lesetipps