Peinlich berührt

Viele junge Menschen genieren sich beim Gummi-Kauf

Mit Präservativen im Einkaufswagen an der Supermarktkasse stehen? Vor allem für junge Menschen ist diese Situation unangenehm.

Veröffentlicht: 15.06.2016, 06:01 Uhr
Viele junge Menschen genieren sich beim Gummi-Kauf

Beim Kauf an der Kasse noch peinlich berührt...

© mast3r / Fotolia

BERLIN. Kondome im Supermarkt zu kaufen ist für viele immer noch eine unangenehme Angelegenheit. Fast jedem fünften Deutschen (18 Prozent) ist das einer Umfrage zufolge peinlich - Männern ebenso wie Frauen.

Gerade bei den Jüngeren, den 18- bis 24-Jährigen, ist es demnach sogar fast jedem Zweiten (42 Prozent) unangenehm, Kondome im Supermarkt zu kaufen. Das sind zentrale Erkenntnisse einer Umfrage im Auftrag des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV), die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Knapp die Hälfte der Befragten (46 Prozent) gab dabei auch an, dass sie Angst haben, sich beim Sex mit neuen oder wechselnden Partnern mit einer Geschlechtskrankheit anzustecken.

Zum Neustart der Aufklärungs-Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) "Gib Aids keine Chance", die jetzt unter dem Motto "Liebesleben" auf Plakaten zu sehen ist, gibt es auch eine neue Version des Fernsehspots "Tina - wat kosten die Kondome?". Der Comedy-Star Ingolf Lück, der 1989 einen Jugendlichen beim verschämten Kondomkauf spielte, tritt im neuen Video als ein Vater auf, der gemeinsam mit seinem Film-Sohn im Supermarkt Kondome kauft.

Die BZgA hat sich entschieden, die Aufklärungsaktion "Gib Aids keine Chance" in die neue Dachmarke "Liebesleben" zu integrieren. Der Grund für den Wechsel liegt nach BzGA-Angaben an dem Wandel der Inhalte: "Gib Aids keine Chance" war zu Beginn klar auf HIV/Aids fokussiert.

Nach und nach seien weitere sexuell übertragbare Infektionen (STI) und neue Zielgruppen hinzugekommen. Und diese anderen STI spielten in der Prävention eine immer bedeutsamere Rolle. Die Gesamtkommunikation brauche daher einen zentralen Absender für alle Botschaften und Themenfelder. Die Dachmarke "Liebesleben" mache dies möglich. (dpa/eb)

Weitere Informationen:

www.liebesleben.de

Mehr zum Thema
Schlagworte
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Plasmaspende als Therapie bei COVID-19?

Studie mit schwer Erkrankten

Plasmaspende als Therapie bei COVID-19?

Was die Corona-Pandemie für Krisenregionen bedeutet

„ÄrzteTag“-Podcast

Was die Corona-Pandemie für Krisenregionen bedeutet

Warum die Krebsrate bei jungen Menschen steigt

Präventionsdefizit

Warum die Krebsrate bei jungen Menschen steigt

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden