Berufspolitik

Von der Uni in die Hausarzt-Praxis

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HEIDELBERG (HL). Unter Federführung des Instituts für Allgemeinmedizin an der Uni Heidelberg ist seit 2007 in Baden-Württemberg das Konzept der Verbundweiterbildung plus entstanden.

Das Ziel ist, wie Institutschef Professor Joachim Szecsenyi bei einem Symposion in Heidelberg erläuterte, dem Mangel an Allgemeinärzten in ländlichen Regionen entgegenzuwirken, Forschung und Lehre mit der Weiterbildung zu verbinden und diese inhaltlich und didaktisch auf ein qualitativ höheres Niveau zu bringen.

Inzwischen sind 33 Klinikverbünde mit bis zu acht Kliniken sowie über 200 Allgemeinarztpraxen an der Verbundweiterbildung beteiligt. In dem neuen System werden 217 angehende junge Ärzte, darunter 73 Prozent Frauen, zu Allgemeinärzten weitergebildet.

300 bis 400 Nachwuchsmediziner für Weiterbildung

Die für die Allgemeinmedizin typische Rotation ist systematisch organisiert, sodass für die Nachwuchsärzte keine Leerzeiten entstehen. Das Ziel für die nächsten Jahre ist, so Szecsenyi, insgesamt 300 bis 400 Nachwuchsmediziner für die allgemeinmedizinische Weiterbildung zu interessieren.

Neben der praktischen ärztlichen Tätigkeit in Praxen niedergelassener Weiterbilder und in Kliniken sind regelmäßige Seminare - bis zu zehn Tage im Jahr - obligatorischer Bestandteil. Eine hohe Bedeutung hat dabei auch das Praxis- und Patientenmanagement.

Medizinische Inhalte werden - anders im universitären Studium - nach den Hauptberatungsanlässen in der hausärztlichen Praxis prioritär erarbeitet. Charakteristischer Bestandteil ist ein Train the Trainer-Programm für die Weiterbilder unter Federführung der Uni-Allgemeinmedizin. Ferner gibt es "Land-Tage"-Symposien mit der Kommunalpolitik in ländlichen Regionen.

Lesen Sie dazu auch: Der Abschied vom Under-Dog(c) Hausarztverträge machen Hausärzte attraktiv Von der Uni in die Hausarzt-Praxis Verbundweiterbildung: Rezept gegen Hausärztemangel

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