Kommentar

Was ein Antidot zu Atriomed sein kann

Dirk SchnackVon Dirk Schnack Veröffentlicht:

Das MVZ Atriomed hat in Hamburg von Beginn an höhere Wellen als an anderen Standorten geschlagen. Der Grund: Wenn in Hamburg ein Arztsitz aufgekauft wird, kann dieser im gesamten Stadtgebiet verlagert werden. Entsprechend groß sind die Auswirkungen auf die Versorgung. Weil die Patienten nicht mit dem Arztsitz mitwandern, überfüllen sie die verbliebenen Praxen.

Dass sich der MVZ-Betreiber damit keine Freunde unter Vertragsärzten machen würde, war vorauszusehen. Doch anders als etwa bei Krankenhäusern besteht praktisch kein Drohpotenzial seitens der Praxisinhaber - der Atriomed-Betreiber ist nicht auf einweisende Ärzte angewiesen. Auch scheint das Atriomed finanziell einen langen Atem zu haben.

Denn trotz der Anfangsinvestitionen ließ man sich bis zum August Zeit mit der Eröffnung - kein Freiberufler hätte diese lange Zeitspanne ohne Einnahmen überstanden. Das Beispiel zeigt, über welche Ressourcen die mit den Ärzten konkurrierenden Anbieter verfügen. Ärzte können das beklagen, aber nicht ändern. Gefragt sind eigene Konzepte. Niedergelassene Kollegen können zum Beispiel selbst Zentren gründen oder mit den Betriebskassen kooperieren, die bei MVZ auf niedergelassene Ärzte setzen.

Lesen Sie dazu auch: "MVZ verschlechtert die Versorgungssituation"

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