Krankenkassen

Weitere Lücke bei der Palliativ-Versorgung geschlossen

Palliativ-Care Team Fürth schließt Vertrag mit Krankenkassen zur Versorgung schwer- und sterbenskranker Menschen in Mittelfranken.

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MÜNCHEN (sto). Mit dem Abschluss eines Versorgungsvertrages zur "Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung" (SAPV) in der Region Fürth werden zum ersten Mal in Mittelfranken die entsprechenden Leistungen vergütet.

Der Vertrag zwischen den Krankenkassenverbänden in Bayern und dem Palliativ-Care Team in Fürth schließe eine Versorgungslücke für schwerstkranke und sterbende Menschen, deren Wunsch es meist sei, in der gewohnten häuslichen Umgebung versorgt zu werden und sterben zu dürfen, teilte der Bayerische Hospiz- und Palliativverband mit.

Bayerns Gesundheitsminister Markus Söder (CSU) würdigte bei der Vertragsunterzeichnung das "herausragende Engagement" des Palliativ-Care Teams Fürth für die bislang größtenteils ehrenamtlich erbrachte Aufbauarbeit. Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung sei ein wichtiger Baustein eines umfassenden Konzepts zur Stärkung der stationären und ambulanten Palliativ- und Hospizversorgung in Bayern, das derzeit erarbeitet werde.

Ein Team von Spezialisten aus Medizin, Pflege, psychosozialen Berufsgruppen und Seelsorge um den Vorsitzenden des Hospizvereins, den Allgemeinarzt Dr. Roland Hanke, hatte in den vergangenen Monaten ein umfassendes Versorgungskonzept erarbeitet und in der Praxis erprobt. Das Team baue auf die vom Hospizverein seit Jahren geschaffenen Vernetzungsstrukturen auf und könne nun in enger Abstimmung mit den Hausärzten und anderen Versorgungsträgern den Patienten ambulante palliativmedizinische und palliativpflegerische Versorgung auf höchstem Niveau bieten, teilte Hanke mit.

Bayern sei weit von einer flächendeckenden spezialisierten ambulanten Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen entfernt, teilte der Bayerische Hospiz- und Palliativverband mit. Das liege neben der Flächenausdehnung des Freistaates mit seiner inhomogenen Besiedlungsdichte auch an den hohen qualitativen Anforderungen an die Teams.

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