"Wir wollen neue Ideen, die eine Zukunft haben"

Was kann man besser machen in der Patientenversorgung? Welche Modelle funktionieren und helfen Ärzten und Pflegern bei ihrer Arbeit? Solche Ideen zeichnet Janssen-Cilag mit dem Zukunftspreis aus.

Ilse SchlingensiepenVon Ilse Schlingensiepen Veröffentlicht:

NEUSS. Gesucht sind Pioniere, die etwas Neues wagen. Alle zwei Jahre zeichnet das Pharmaunternehmen Janssen-Cilag mit seinem Zukunftspreis Initiativen aus, die Anstöße geben für die Weiterentwicklung des Gesundheitswesens. Die Experten aus der Jury lernen bei ihrer Suche nach drei Preisträgern viele Projekte quer durch die Republik kennen. Immerhin 100 Konzepte mussten sie in diesem Jahr auf Herz und Nieren prüfen.

"Wir wollen neue Ideen, die Zukunft haben", sagte Toon Overstijns, Vorsitzender der Geschäftsführung von Janssen-Cilag Deutschland, bei der Verleihung des 7. Janssen-Cilag Zukunftspreises in Neuss.

Wie in der Vergangenheit würden auch in diesem Jahr drei Projekte ausgezeichnet, die etwas in Bewegung gebracht haben. "Etwas, woran das System noch nicht gedacht hat. Etwas, was das Gesundheitssystem sich vielleicht nicht traute oder aber auch, was schlicht und einfach übersehen wurde", so Overstijns.

Die drei Preise sind mit jeweils 5000 Euro dotiert. Der Zukunftspreis seines Unternehmens unterscheide sich in einem Punkt wesentlich von vielen anderen Auszeichnungen, sagte Overstijns. Niemand kann sich darum bewerben. "Um diesen Preis bemüht man sich nicht, man bekommt ihn." Die Mitglieder der Jury wählen die Projekte, die in Frage kommen, selbst aus.

Im Unterschied zur Pharmaindustrie, in der Innovationen patentiert werden, setze Janssen-Cilag beim Zukunftspreis auf den Multiplikationseffekt.

"Ich hoffe, dass die Preisträger anders als wir ihre Projekte nicht patentieren können, damit viele sie nachahmen können." Für ihre nachahmenswerten Konzepte wurden in diesem Jahr das "Aktionsbündnis Patientensicherheit", das Berliner Projekt "Die Pflege mit dem Plus" und das "Studienhospital Münster" ausgezeichnet.

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Sieben Juroren entscheiden über Preisträger

Die Jury des Janssen-Cilag Zukunftspreises bilden der Wissenschaftsjournalist Gero von Boehm, der Arzneimittel-Experte Professor Gerd Glaeske, der Wirtschaftswissenschaftler Professor Rudolf Hickel (beide Universität Bremen), der Leiter des Instituts für Zukunftsstudien und Technologiebewertung Professor Rolf Kreibich, Janssen-Cilag Geschäftsführer Dr. Marcel Mangen, der Geschäftsführer des IFAM Instituts Malte Wilkes und die Ärztin, Journalistin und Moderatorin Dr. Franziska Rubin.

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