Sachsen

Zahl der Ärzte im ÖGD wächst langsam wieder

Im Freistaat arbeiten nunmehr 351 Ärzte in Gesundheitsämtern – so viele wie seit 2008 nicht mehr.

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Dresden. Im vergangenen Jahr hat sich in Sachsen zum ersten Mal seit mehr als zehn Jahren die Zahl der Ärzte in den Gesundheitsämtern deutlich erhöht. Mit 351 Ärzten verzeichne der Freistaat knapp 20 Ärzte mehr im ÖGD und damit eine Größenordnung, wie sie seit 2008 nicht mehr erreicht worden sei, teilte die Sächsische Landesärztekammer mit.

„Auch wenn die Gesamtzahl im Vergleich etwa zum stationären Bereich nicht sehr hoch ist, die Schlüsselfunktion dieser Ärzte zum Beispiel in den Gesundheitsämtern ist enorm wichtig“, sagte Kammerpräsident Erik Bodendieck. „Ich hoffe sehr, dass dies der Beginn eines weiteren Wachstums für den ÖGD ist.“

Im ambulanten Bereich habe es vor zehn Jahren noch 5578 Ärzte mit eigener Praxis gegeben. Diese Zahl sei bis Ende 2020 um 506 auf 5072 gesunken. Dagegen habe sich im gleichen Zeitraum die Zahl der in Niederlassung angestellten Ärzte von 763 auf 1974 mehr als verdoppelt. „Immer mehr Ärzte arbeiten als angestellte Mediziner in einer Praxis mit“, sagte Bodendieck. „Bedenklich ist diese Entwicklung vor allem mit Blick auf potenzielle Nachfolger in den Einzelpraxen im ländlichen Raum.“

3056 ausländische Ärzte aus 105 Nationen seien derzeit bei der Kammer gemeldet. Das seien 101 mehr als im Jahr 2019. Die meisten ausländischen Ärzte stammten aus Tschechien (424), Syrien (342), Polen (269) und der Slowakei (267). Der Anteil der berufstätigen ausländischen Ärzte an allen berufstätigen Medizinern in Sachsen liege bei 15 Prozent. „Viele Einrichtungen in Sachsen sind auf die Unterstützung durch ausländische Ärzte angewiesen“, so Bodendieck. „Das wurde vor allem sehr deutlich, als im letzten Jahr die Grenzen zu den Nachbarländern Tschechien und Polen geschlossen wurden. Ohne eine Ausnahmeregelung für den medizinischen Bereich hätten manche Stationen geschlossen werden müssen.“ (sve)

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