Berufspolitik

Zahl der Patienten mit Schlafstörungen steigt in Bremen stark

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BREMEN (cben). Immer mehr Bremer und Bremerhavener kommen nachts nicht zur Ruhe. Rund 23 000 Versicherte haben im abgelaufenen Jahr wegen Schlafstörungen einen Arzt aufgesucht. Rund 3400 Menschen mussten wegen einer Schlafapnoe mit nächtlichen Atemaussetzern behandelt werden. Das teilte die KV Bremen (KVHB) mit.

In die Auswertung der KV seien sämtliche ambulant-ärztliche Diagnosen in Bremen und Bremerhaven seit 2006 eingeflossen, hieß es. In den vergangenen Jahren sei die Zahl der wegen Schlafstörungen behandelten Patienten von 20 190 auf rund 23 000 gestiegen - eine Zunahme um elf Prozent. Die Diagnose Schlafapnoe ist 2009 in Bremen und Bremerhaven rund 3400-mal gestellt worden - 26 Prozent häufiger als vor vier Jahren.

"Wir müssen davon ausgehen, dass die Dunkelziffer wesentlich höher ist", sagt Dr. Thomas Liebsch, Allgemeinarzt aus Bremen und Vorsitzender der Vertreterversammlung der KV. "Viele Betroffenen versuchen sich erfahrungsgemäß selbst zu kurieren, anstatt einen Arzt aufzusuchen. Sie greifen zu Schlafmitteln, was ihnen eher schadet als nutzt."

Ursachen für die wachsende Zahl von Patienten lägen unter anderem in einer Zunahme von Faktoren, die Schlafstörungen auslösen und verstärken. Das sind beispielsweise Stress oder Schmerzerkrankungen.

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